Rente / 28.09.2020

Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen

Rentenkassen: Von Januar bis August stiegen die Zuflüsse aus Beiträgen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent erhöht.

Bild zum Beitrag "Einnahmen der Rentenversicherung trotz Corona gestiegen". Das Bild zeigt viele Geldscheine.

Berlin (dpa). Die Deutsche Rentenversicherung kommt nach eigenen Angaben finanziell bisher gut durch die Corona-Krise. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres seien die Beitragseinnahmen weiter leicht gestiegen, teilte ein Sprecher am Freitag mit. Die Beitragseinnahmen haben sich demnach von Januar bis August gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,7 Prozent erhöht. Die Rentenversicherung rechnet den Angaben zufolge für dieses Jahr mit Einnahmen in Höhe von 223 Milliarden Euro. 2019 lagen sie bei 222 Milliarden Euro.

"In Anbetracht der ökonomischen Rahmenbedingungen, die sich durch die Corona-Krise deutlich verschlechtert haben, ist dies für die Rentenversicherung eine positive Nachricht", sagte Gundula Roßbach, Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund. Erklärt wird die Entwicklung auch damit, dass Rentenbeiträge auch bei Kurzarbeit und beim Bezug von Arbeitslosengeld weiter gezahlt werden. Damit werde sichergestellt, dass es während dieser Zeiten zu einer durchgehenden Absicherung in der Rentenversicherung kommt.

Rücklage betrug Ende August 35,7 Milliarden Euro

Die Finanzreserve der Rentenkasse - die sogenannte Nachhaltigkeitsrücklage, mit der Beitragsschwankungen während des Jahres ausgeglichen werden - stand den Angaben zufolge Ende August bei 35,7 Milliarden Euro. Das entspreche 1,51 Monatsausgaben. Ende 2019 lag sie noch bei rund 40,5 Milliarden Euro. Die Rücklage wird allerdings auch planmäßig abgebaut, um den Beitragssatz bis zum Jahr 2024 stabil zu halten.

Wie sich die positive Entwicklung auf die nächste Rentenanpassung im kommenden Sommer auswirken wird, ist noch nicht absehbar. Ende Juni hatte die Rentenversicherung die Prognose abgegeben, dass es 2021 voraussichtlich im Westen keine und im Osten nur eine geringe Erhöhung geben werde. Bei dieser Aussage bleibe man vorerst, sagte ein Sprecher am Freitag. Die endgültige Entscheidung fällt wie immer im Frühjahr. Die jährliche Anpassung wird von der Bundesregierung per Verordnung festgelegt. Der Bundesrat muss zustimmen.

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 Deutsche Presseagentur