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Inflationsrechner der EZB: Das kostet das Leben

Miete, Sprit, Lebensmittel: Mit einem Online-Rechner der Europäischen Zentralbank können Bürger ermitteln, wie ihre persönlichen Kosten steigen.

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München (tö). Viele Bürger haben das Gefühl, ihr Lebensunterhalt wird immer teurer. Jetzt kann jeder selbst feststellen, wie real diese gefühlte Inflation ist. Ein neuer Rechner auf der Homepage der Europäischen Zentralbank macht’s möglich. Damit kann jeder Bürger seine individuelle Inflationsrate berechnen. Das geht ganz einfach, erfordert aber ein bisschen Zeit.

Man muss seine monatlichen Ausgaben im Detail kennen und zusammenzählen, etwa für Nahrungsmittel, alkoholische und nicht alkoholische Getränke, Tabak, Möbel, Kultur und Freizeit oder Restaurant-Besuche, und danach in die vorgesehenen Spalten des Rechners eintragen. Auf diese Weise kann man nicht nur einen Überblick über seinen persönlichen Verbrauch gewinnen. Bürger können so auch ihre persönliche Inflationsrate mit der offiziellen Teuerungsrate ihres Heimatlandes vergleichen.

Preiskurve zeigt nach oben

Mit dem Tool wird ebenfalls erklärt, was in dem Warenkorb drinsteckt, mit dem die Inflationsrate berechnet wird. Dessen Zusammensetzung steht schon länger in der Kritik. So dürfte sich nach dem drastischen Anstieg der Wohnkosten, zumindest in den Großstädten Deutschlands, die Gewichtung und Messung im Warenkorb längst nicht mehr mit der Realität vieler Bürger decken. Die Inflationsrate war zuletzt im Mai 2021 auf 2,5 Prozent geklettert. Das ist der höchste Stand seit fast zehn Jahren. Experten rechnen damit, dass die Rate in der zweiten Jahreshälfte noch höher steigen wird.

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