Berlin (sth). Mehr als 90 Prozent der in Deutschland lebenden Menschen über 65 Jahren beziehen im Ruhestand eine gesetzliche Altersrente. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, hatten Ende des Jahres 2021 knapp 16,7 Millionen Seniorinnen und Senioren Anspruch auf Bezüge aus den Rentenkassen. Mit Blick auf die Ruheständler, die keinen Anspruch auf eine gesetzliche Altersrente haben, verweist die Bundesregierung darauf, dass „nicht alle Personen ... eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung erhalten, insbesondere auch, weil sie in anderen Systemen versichert sind“.
Etwa 306.000 Rentnerinnen und Rentner ab 65 Jahren waren dem Regierungsschreiben zufolge 2021 wohngeldberechtigt. Das seien etwa 1600 Wohngeldbezieher weniger als 2020 gewesen, aber 66.000 mehr als 2019 – dem letzten Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie. Diese Seniorengruppe „beinhaltet neben den Altersrentnerinnen und -rentnern auch die Beziehenden von Erwerbsminderungsrente“, so die Bundesregierung. Letztere würden in Folge der gesetzlichen Leistungsverbesserungen in den vergangenen Jahren „zukünftig im Durchschnitt mehr als 17 Prozent“ mehr erhalten als Erwerbsgeminderte, die bereits vor Juli 2014 eine Rente in Anspruch nehmen mussten.
