Ihre-Vorsorge Logo

Altersbericht der Bundesregierung fordert Stärkung der gesetzlichen Rente

Expertenkommission: Für die Rentenversicherung sollte auch über 2025 hinaus ein gesetzlich kodifiziertes Mindestrentenniveau festgelegt werden.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Lisa Paus, Bündnis90/Die Grünen, spricht im Bundestag

© Nicht definiert

Berlin (hib/sth). Eine Stärkung der gesetzlichen Rentenversicherung fordert der vor wenigen Tagen veröffentlichte Neunte Bericht der Bundesregierung zur Lage der älteren Generation in Deutschland. Der Bericht liegt jetzt auch als Unterrichtung des Bundestags vor. Darin verlangt die zuständige Sachverständigenkommission, “für die Gesetzliche Rentenversicherung (GRV) als tragende Säule des deutschen Alterssicherungssystems sollte auch über das Jahr 2025 hinaus ein gesetzlich kodifiziertes, verlässliches Sicherungsziel (Mindestrentenniveau) festgelegt werden". Das Rentenniveau solle die angemessene Teilhabe von Rentnerinnen und Rentnern an der gesellschaftlichen Wohlstandsentwicklung gewährleisten und jüngeren Beitragszahlenden "ein verlässliches Sicherungsversprechen (geben), an dem sie sich bei ihrer Lebensplanung orientieren können”, heißt es in dem Bericht. 

Darüber hinaus solle der soziale Ausgleich in der Rentenversicherung gestärkt werden, “indem diskontinuierliche Lebensverläufe und Phasen der Arbeitslosigkeit besser abgesichert werden, zum Beispiel durch eine Weiterentwicklung der sogenannten ‘Grundrente’”, so die Kommission. Notwendig sei zudem "eine weitere Verbesserung der Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos; ein besonderer Fokus sollte hier auf der Stärkung von Gesundheitsförderung, Prävention und Rehabilitation liegen“, schreiben die Altersfachleute. 

“Altersarmut substanziell reduzieren”

Zu den weiteren Empfehlungen der Kommission gehört, 

  • die Nichtinanspruchnahme der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und die damit verbundene verdeckte Altersarmut “substanziell zu reduzieren”, 
  • die Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Sorgearbeit zu verbessern,
  • bezahlbaren Wohnraum für ältere Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen und
  • barrierereduzierte Wohnangebote zu fördern. 

„Ältere Menschen mit geringem Einkommen und ohne Wohneigentum sind aufgrund steigender Mieten und Wohnkosten immer häufiger finanziell überfordert", kritisieren die Sachverständigen. "Der soziale Wohnungsbau kann ein Instrument sein, um diese Wohnkostenüberlastung abzumildern. Die Zahl der Sozialwohnungen ist seit der Jahrtausendwende jedoch deutlich zurückgegangen“, stellen die elf Mitglieder der Kommission fest. Die Länder sollten diese Entwicklung umkehren und den sozialen Wohnungsbau wiederbeleben und sicherstellen, dass Sozialwohnungen der zentralen Zielgruppe (Menschen mit geringen Einkommen) vorbehalten bleiben, fordern sie.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

Bei einer Reha müssen Patientinnen und Patienten 10 Euro am Tag selbst tragen. Dich es gibt Ausnahen und Grenzen.

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung verteidigt die Anbindung der Rente an die Löhne im Vergleich zu Anpassungen auf Basis einer Preisindexierung.

Time
2 Minuten

Das rentenupdate der Deutschen Rentenversicherung Bund liefert Zahlen, Daten und Fakten zu aktuellen Themen rund um die Rente.

Time
3 Minuten

Krempelt die Koalition die Rente wie angekündigt um – trotz aller Widerstände auch in den Reihen von CDU und SPD? Schwarz und Rot bemühen sich, die Reihen zu schließen.

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Onlinevorträge zu unterschiedlichen Themen an – auch zur Frage, welche Leistungen Hinterbliebene erhalten können.

Time
2 Minuten

Ab Januar 2027 gilt das neue GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Es wird auch als Krankenkassen-Reform bezeichnet. Was sich für Menschen ändert, die arbeiten und Altersrente in Teilrente beziehen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026