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Altersrenten von Männern preisbereinigt gesunken

Medienbericht verweist auf DIW-Analyse seit der Jahrhundertwende. Rentenbezüge von Frauen sind wegen gestiegener Erwerbsquote gewachsen.

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Berlin (ots). Die durchschnittlichen Altersrenten von Männern in Deutschland waren im Jahr 2020 preisbereinigt niedriger als 20 Jahre zuvor. Das zeigt eine Analyse des Verteilungsforschers Markus Grabka vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), die „nd.DieWoche” vorliegt. Die Altersrenten von Frauen sind demnach seit der Jahrtausendwende preisbereinigt gestiegen, was laut Grabka vor allem daran liegt, dass die Erwerbstätigkeit von Frauen deutlich höher ist als früher. Allerdings sind die Bezüge von Rentnerinnen insbesondere in Westdeutschland immer noch sehr niedrig. Sie erhielten zuletzt eine Altersrente von durchschnittlich 730 Euro im Monat, bei westdeutschen Männern waren es 1210 Euro. In Ostdeutschland wurde Männern im Jahr 2020 im Durchschnitt eine Altersrente von 1300 Euro ausgezahlt und Frauen 1075 Euro. Die Sozialbeiträge sind hierbei bereits abgezogen, die individuellen Steuern noch nicht.

Die Ampelkoalition hat sich nun in ihrem Koalitionsvertrag darauf festgelegt, das Rentenniveau zu stabilisieren. Grabka plädiert dafür, bei der Finanzierung der Renten über neue Möglichkeiten nachzudenken. „Ein Modell wäre, die Beitragsbemessungsgrenze abzuschaffen”, sagte der DIW-Wissenschaftler „nd.DieWoche". „Warum zahlen Vorstandsvorsitzende von Konzernen nicht auf ihr gesamtes Einkommen Rentenbeiträge, so wie das auch in anderen Ländern der Fall ist?"

Damit das Rentensystem stabilisiert wird, müsste die Politik gleichzeitig bei sehr hohen Einkommen die Rentenzahlungen dämpfen. Eine andere Möglichkeit wäre eine Erwerbstätigenversicherung, in die auch Selbstständige und neu eingestellte Beamte einzahlen. Ein Vorteil wäre hier, dass zunächst viele neue Beitragszahler hinzukommen, die erst in Zukunft Altersrenten erhalten. Damit ließen sich laut Grabka gerade in den kommenden Jahren, wenn die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, stabile Altersbezüge finanzieren.

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