Berlin (ots/sth). Die Beitragssätze zu den Sozialversicherungen könnten laut einer Studie im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) bis zum Jahr 2040 auf 46 Prozent ansteigen. Sie lägen dann "in Summe rund sechs Prozentpunkte über dem aktuellen Wert", heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Für diese Entwicklung könne die Politik dem demografischen Wandel und der Corona-Pandemie jedoch "nur eine Teilschuld geben".
So sorge allein das Aussetzen des Nachholfaktors in der Rentenanpassungsformel bis zum Jahr 2026 für einen "zusätzlichen Anstieg der Rentenbeiträge um 0,6 Prozentpunkte", so die INSM. Deren Geschäftsführer Hubertus Pellengahr forderte die Bundesregierung deshalb zu sofortigem Handeln auf. "Wenn die Corona-Krise überwunden ist, können sich auch die Rentnerinnen und Rentner auf Rentenerhöhungen freuen. Der Nachholfaktor würde lediglich dafür sorgen, dass die Renten nicht stärker steigen als die Löhne", sagte Pellengahr.
