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Armutsrisiko Älterer in Deutschland höher als im EU-Schnitt

Bundesregierung: Im Jahr 2021 lag die sogenannte Armutsrisikoquote über 65-Jähriger hierzulande bei etwa 28 Prozent.

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Hände einer Seniorin halten Glas mit Geldscheinen und Münzen. Bild: IMAGO / Joko

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Berlin (hib/sth). Das Armutsrisiko über 65-jähriger Bürgerinnen und Bürger war in Deutschland 2021 höher als im Durchschnitt aller EU-Staaten. Mit 28,1 Prozent lag die sogenannte Armutsrisikoquote bei Seniorinnen und Senioren hierzulande im vorvergangenen Jahr um knapp einen Prozentpunkt höher als im EU-Durchschnitt (27,4 Prozent). Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion zum Thema Altersarmut hervor.

In Deutschland zeigen sich laut dem Regierungsschreiben je nach Staatsangehörigkeit der Menschen große Unterschiede beim Armutsrisiko. Insgesamt sei die Risikoquote bei Ausländerinnen und Ausländern höher als bei Deutschen: Von 2019 bis 2021 sei sie von 16,2 Prozent auf 27,6 Prozent gestiegen. Bei Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit ist sie nach Angaben der Bundesregierung dagegen im gleichen Zeitraum leicht gesunken – von 15,4 Prozent auf 14,2 Prozen.

Um die Zahl der von Altersarmut Betroffenen zu senken, würden ältere Menschen, die ihren Lebensunterhalt nicht alleine bestreiten könnten, durch die Grundsicherung geschützt, heißt es in der Regierungsantwort. Zuvor gehe es allerdings darum, Altersarmut durch präventive Maßnahmen zu verhindern. Hierbei nennt die Bundesregierung beispielsweise die Erhöhung des Mindestlohns auf zwölf Euro pro Stunde ab Oktober 2022 oder die geplante Pflicht zur Altersvorsorge für neue Selbstständige.

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