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Bundesregierung: Renten-Defizit 2025 größer als im Vorjahr

Die Ausgaben der Rentenversicherung werden in diesem Jahr voraussichtlich um etwa sieben Milliarden Euro höher sein als die Einnahmen.

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Haufen von Euro-Geldscheinen. Bild: IMAGO / Zoonar

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Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Bundesregierung erwartet für dieses Jahr ein größeres Defizit der gesetzlichen Rentenversicherung als im Vorjahr. Wie aus ihrer Antwort auf eine Große Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hervorgeht, gehen die Finanzexperten der Rentenversicherung, des Bundessozialministeriums (BMAS) und des Bundesamts für Soziale Sicherung (BSS) für das Jahresende von einem Minus von knapp sieben Milliarden Euro in den Rentenkassen aus. Im Jahr 2024 mussten die Rentenversicherer eigenen Angaben zufolge nach jahrelangen Überschüssen erstmals wieder ein Defizit von etwa zwei Milliarden Euro ausweisen. 

Grund für die Entwicklung dürften vor allem die stark wachsende Zahl von Rentnerinnen und Rentnern, die hohe Rentensteigerung im Vorjahr und das erwartete Renten-Plus von etwa 3,5 Prozent in diesem Jahr sein. Das führt den Daten der Bundesregierung zufolge im laufenden Jahr zu einem Ausgabenwachstum in den Rentenkassen von 5,7 Prozent, während die Einnahmen voraussichtlich nur um 4,5 Prozent steigen. Auch im Verhältnis zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wächst der Anteil der Rentenausgaben laut Bundesregierung langsam weiter und steigt erstmals leicht über die 10-Prozent-Marke.

Weiterer Anstieg des Anteils der Rentenausgaben am BIP erwartet

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erwartet der Regierungsantwort zufolge für Deutschland einen weiteren Anstieg des Anteils der Rentenausgaben am BIP von 10,3 Prozent im Jahr 2020 auf 10,9 Prozent in 2025. Die neueste Version des Ageing Reports der EU-Kommission von 2024 prognostiziere für Deutschland jedoch "insgesamt einen geringeren Anstieg dieses Indikators als noch im Jahr 2021 angenommen”, heißt es. 

Zudem hätten diese Zahlen “nur eine sehr begrenzte Aussagekraft”, schreibt die Bundesregierung weiter - denn in den Angaben der OECD seien "auch Ausgaben für die Beamtenversorgung enthalten, die in den genannten Beträgen zu den Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) nicht berücksichtigt wurden”. Darüber hinaus könnten die Annahmen der OECD für die Berechnung und Projektion der Ausgaben der GRV und der Entwicklung des BIP “von denen der Bundesregierung abweichen”, so die Regierung. 

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