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DRV Westfalen registriert mehr Reha- und Rentenanträge

Vorstandsvorsitzender Eilers: 2021 haben wir etwa das Reha-Antragsniveau von 2015 erreicht – allerdings noch lange nicht das von 2019.

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Das Bild zeigt Alfons Eilers, alternierender Vorstandsvorsitzender der DRV Westfalen

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Münster (drv/sth). Die Zahl der Anträge auf eine Reha-Maßnahme ist bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Westfalen nach einem Rückgang in 2020 im vergangenen Jahr wieder deutlich gestiegen. Dies berichtete der Vorstandsvorsitzende der DRV Westfalen, Alfons Eilers, am Mittwoch der Vertreterversammlung des Rentenversicherungsträgers aus Münster. Nach seinen Angaben wurden im Vorjahr 127.045 Reha-Anträge gestellt – 9.896 oder 8,5 Prozent mehr als 2020. Im ersten Jahr der Corona-Pandemie hatte es einen deutlichen Rückgang bei den beantragten Reha-Maßnahmen gegeben.

„In 2021 haben wir etwa das Antragsniveau von 2015 erreicht. Gegenüber dem Jahr 2020 scheint sich wieder eine Aufwärtstendenz zu zeigen, allerdings ist das Niveau von 2019 noch lange nicht erreicht“, sagte Eilers. Die Vertreterversammlung ist das Parlament der DRV Westfalen und setzt sich aus je 15 Vertreterinnen und Vertretern der Versicherten und der Arbeitgeber zusammen. Die DRV Westfalen mit Sitz in Münster betreut rund 4 Millionen Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung in Westfalen.

Steigende Antragszahlen auch bei den Renten

„Die Anzahl der Rentenanträge, die bei der Deutschen Rentenversicherung Westfalen eingingen, wuchs im letzten Jahr um rund 3.000 auf 94.692“, stellte der Erste Direktor Thomas Keck im Bericht der Geschäftsführung fest – ein Plus von mehr als drei Prozent. Den größten Teil der bewilligten Renten bildeten nach Angaben Kecks mit 49.642 die Renten wegen Alters. Insgesamt fast 26.000 Versicherte gingen demnach vorzeitig in Rente – also vor Erreichen ihrer jeweiligen Regelaltersgrenze. Gut 40 Prozent von ihnen nahmen Abschläge bei der Rentenhöhe in Kauf.

Vollends angelaufen ist Mitte vergangenen Jahres die Umsetzung der sogenannten Grundrente, wie Vorstandsvorsitzender Alfons Eilers berichtet. So wurden bis Anfang April dieses Jahres durch die DRV Westfalen knapp 60.000 Erstfeststellungen von Renten durchgeführt. Seit Ende 2021 laufen zur Grundrente zudem die Überprüfungen der Rentenbestände. Nachdem im Herbst zunächst rund 137.000 Auskunftsersuchen anderer Sozialleistungsträger zur Grundrente beantwortet wurden, erfolgte im Dezember die Überprüfung der noch vor 1992 gewährten Renten. Mit dem Aufgreifen der übrigen Bestandsfälle wurde anhand des bundesweit abgestimmten Plans Anfang des Jahres begonnen. Von insgesamt fünf geplanten Bestandsläufen wurden im Februar und April bereits zwei durchgeführt.

Geprägt hatten die Berichte von Vorstand und Geschäftsführung zudem die Herausforderung durch Corona. Die Pandemie hat auch bei der DRV Westfalen für einen deutlichen Schub bei der Digitalisierung in der Antragsbearbeitung und bei neuen digitalen Angeboten für die Versicherten gesorgt. So wird beispielsweise im Auskunft- und Beratungsdienst nun auch die Videoberatung angeboten. Seit April können sich Versicherte am Laptop, Tablet oder Smartphone live per Video von einer Expertin oder einem Experten der DRV Westfalen beraten lassen. „Wir werden digitaler und moderner“, unterstrich Erster Direktor Thomas Keck.

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