Berlin/Frankfurt am Main (sth). Erstmals an chronisch kranke Beschäftigte gezahlte Erwerbsminderungsrenten (EM-Renten) sind im vergangenen Jahr gegenüber den entsprechenden Neurenten des Jahres 2023 erneut spürbar gestiegen. Das geht aus aktuellen statistischen Analysen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach erreichten neue EM-Renten im Jahr 2024 eine durchschnittliche Höhe von 1041 Euro - 40 Euro oder 4 Prozent mehr, als neu Erwerbsgeminderte des Vorjahres im Schnitt überwiesen bekommen hatten. Auch in den Jahren zuvor, vor allem ab 2019, waren neue EM-Renten deutlich geklettert. Gegenüber den Rentenzugängen des Jahres 2014 wuchsen die durchschnittlich gezahlten EM-Renten den neuen DRV-Daten zufolge um 413 Euro oder knapp 66 Prozent.
Grund für die positive Entwicklung bei der Rentenhöhe ist neben den jährlichen Rentenanpassungen vor allem die deutliche Ausweitung der sogenannten Zurechnungszeit für EM-Renten seit Mitte 2014. Mithilfe der Zurechnungszeit wird die Versicherungszeit von chronisch kranken Menschen und von Unfallopfern deutlich verlängert - vom Eintritt der Erwerbsminderung bis zur Regelaltersgrenze des jeweiligen Jahres. Diese reichte im Jahr 2024 bis zum Alter von 66 Jahren und einem Monat. Außerdem wirken sich gesundheitsbedingte Einkommensminderungen in den letzten vier Jahren vor Beginn der Erwerbsminderung nicht mehr negativ auf die Rente aus.
