Ihre-Vorsorge Logo

Erwerbsminderungsrenten seit 2013 um 52 Prozent gestiegen

Rentenversicherung: Die Zahlen machen deutlich, dass die bisherigen Reformen gewirkt haben. Verbesserungen ab 2024 auch für Bestandsrenten.

Artikel vorlesen

Tags

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Uwe Hildebrandt

© Nicht definiert

Berlin (drv/sth). Die durchschnittliche Brutto-Höhe von Erwerbsminderungsrenten, die erstmals im Jahr 2021 gezahlt wurden, hat sich gegenüber Neurenten des Jahres 2013 um rund 52 Prozent erhöht. Lagen die durchschnittlichen Bruttobeträge von neu bewilligten Erwerbsminderungsrenten 2013 noch bei 678 Euro, so sind sie im Jahr 2021 auf 1.028 Euro gestiegen. "Die Zahlen machen deutlich, dass die bisherigen Reformen gewirkt haben", sagte Uwe Hildebrandt, Vorsitzender der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung, jetzt in Freiburg.

Grund für die positive Entwicklung sei neben den jährlichen Rentenanpassungen die Ausweitung der sogenannten Zurechnungszeit seit 2014, erklärte Hildebrandt. Diese Zeit verlängert rechnerisch die Versicherungszeit von Beschäftigten, die vorzeitig aus dem Erwerbsleben ausscheiden müssen, bis zum regulären Rentenalter (im Jahr 2021: 65 Jahre und zehn Monate). Dadurch werden Erwerbsgeminderte, die erstmals eine Rente bekommen, nun so gestellt, als hätten sie bis zum regulären Rentenalter mit ihrem bisherigen durchschnittlichen Einkommen weitergearbeitet. Außerdem wirken sich Einkommensminderungen in den letzten vier Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung nicht mehr rentenmindernd aus. 

Die Zurechnungszeit wurde in den letzten Jahren mehrfach verlängert. Grund für die wiederholten Reformen ab 2014 war, dass das Risiko der Altersarmut bei Erwerbsminderungsrentnern deutlich höher ist als bei anderen Rentnern. Am 3. Juni verabschedete der Bundestag eine weitere Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten. Mit ihr sollen Erwerbsgeminderte, deren Renten zwischen 2001 und 2018 begonnen haben, ab Juli 2024 – je nach Jahr des persönlichen Rentenbeginns – einen pauschalen Zuschlag von 4,5 oder 7,5 Prozent zu ihren Renten erhalten.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Gesellschaftsforscher haben sich eine wichtige Zahl zur Rente genauer angeschaut: die statistische Lebenserwartung im Alter von 65 Jahren. Wie nah liegt sie an der Wirklichkeit?

Time
6 Minuten

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt mehren sich Stimmen in der Regierungskoalition, die viele Reformpakete wieder aufschnüren wollen. Im Zentrum der Kritik: die Vorschläge der Alterssicherungskommission.

Time
2 Minuten

Der erstmalige Bezug von Altersrente lag 2025 laut Jahresbericht der deutschen Rentenversicherung bei durchschnittlich 64,7 Jahren.

Time
1 Minuten

Angst vor Lücken in der Rentenbiografie durch lange Krankheit oder private Krankenversicherung? Das lässt sich vermeiden.

Time
3 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung erklärt in einer neu aufgelegten Broschüre Abzüge auf der Gehaltsabrechnung – und was Arbeitnehmer davon haben.

Time
2 Minuten

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht bei der Stärkung der gesetzlichen Rente Handlungsbedarf. Eine durchschnittliche Altersrente von weniger als 1.200 Euro sei „zu wenig“.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026