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Fast 13 Prozent weniger gewerbliche Minijobber

Zahl der 450-Euro-Kräfte in Unternehmen sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als 800.000. "Geringste Beschäftigtenzahl seit Beginn der Zählung".

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Erschöpfte Putzfrau beim Fensterputzen. Bild: IMAGO / imagebroker / imago stock&people

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Essen/Bochum (kbs/sth). Die Zahl der Minijobber ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres weiter deutlich gesunken. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Frühjahrs-Quartalsbericht der Minijob-Zentrale bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervorgeht, gingen in den gewerblichen Berufen Ende März 254.000 weniger geringfügig Beschäftigte einer Tätigkeit nach als Ende 2020 – und fast 811.000 weniger als zu Beginn der Corona-Pandemie im März 2020. Das entspricht laut KBS einem Rückgang von 12,7 Prozent. "Wir verzeichnen im gewerblichen Bereich jetzt die geringste Beschäftigtenzahl seit Beginn der Zählung 2004“, erklärte Peggy Horn, Leiterin der Minijob-Zentrale, die aktuellen Zahhlen.

Horn geht jedoch nicht davon aus, dass dieser Zustand lange andauert: "Mit der Reduzierung von Minijobs konnten Arbeitgeber schnell und flexibel auf das fehlende Arbeitsaufkommen reagieren - insbesondere in den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen Bereichen der Gastronomie und des Einzelhandels", sagte die  KBS-Expertin. "Mit dem erwarteten Aufschwung der Wirtschaft gerade in diesen Wirtschaftsbereichen wird im 2. Halbjahr auch die Zahl der Minijobber schnell wieder ansteigen und sich auf das Vorkrisenniveau einpendeln."

In Privathaushalten deutlich geringerer Rückgang

In Privathaushalten fiel der Rückgang der Minijobberzahl deutlich geringer aus. Im März arbeiteten knapp 8.800 Minijobber weniger als Ende vergangenen Jahres und rund 11.000 weniger als im Vorjahr als Haushaltshilfen. Das entspricht einem Rückgang von drei bzw. 3,8 Prozent. Der Anteil der Minijobber, die eigene Rentenversicherungsbeiträge zahlten und sich damit einen Anspruch auf die staatliche Riester-Förderung sowie – bei Bedarf und nach ausreichender Versicherungsdauer – auf eine Rehamaßnahme oder eine Erwerbsminderungsrente der Rentenversicherung sicherten, ging dem Quartalsbericht zufolge im gleichen Maße zurück wie die Quote der Beschäftigten.

Der negative Trend schlug sich auch in den Beitragseinnahmen der Minijob-Zentrale für die Renten- und Krankenversicherung der 450-Euro-Jobber nieder. In den ersten drei Monaten des Jahres flossen demnach etwa 106 Millionen Euro weniger Rentenbeiträge und rund 88 Millionen Euro weniger Krankenversicherungsbeiträge als Ende 2020. Die größte Altersgruppe unter den Minijobbern bildeten weiterhin Rentnerinnen und Rentner ab 65 Jahren, mit weitem Abstand gefolgt von den 55 bis 60-Jährigen sowie den 50 bis 55-Jährigen (jeweils mehr als 572.000 bzw. etwa 559.000). Auch Studierende in der Altersgruppe 20 bis 25 Jahre (mehr als 527.000) gingen überdurchschnittlich oft einem Minijob nach.  

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