Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Möglichkeit, bereits bei Bezug einer vorgezogenen Altersrente unbegrenzt Nebeneinkünfte zu erzielen, hat 2023 - dem ersten Jahr nach einer entsprechenden gesetzlichen Neuregelung - offenbar großes Interesse gefunden. Das geht aus Analysen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach stieg die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die schon vor der persönlichen Altersgrenze mehr als geringfügige Nebenverdienste erzielten (d.h. mehr als 520 Euro monatlich verdienten, d. Red.), im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um rund 41.000 auf etwa 117.000 - ein Anstieg um 53 Prozent.
Bereits im Jahr 2022 habe der Beschäftigungsanstieg vor der Regelaltersgrenze bei 40 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor gelegen, so die DRV. Von den versicherungspflichtigen Beschäftigten im Vorruhestand bezogen 2023 den Angaben zufolge rund 71.000 eine Altersrente für besonders langjährig Versicherte; sie hatten also bereits 45 Versicherungsjahre auf ihrem Rentenkonto.
15 Prozent mehr versicherungspflichtig Beschäftigte im regulären Rentenalter
Die Zahl der versicherungspflichtig beschäftigten Rentnerinnen und Rentner ab der Regelaltersgrenze erhöhte sich laut DRV im gleichen Zeitraum von rund 242.000 auf rund 278.000 - ein Plus von 15,2 Prozent. Auch hier habe sich ein ähnlicher Trend wie im Jahr zuvor gezeigt, heißt es. Bei den Seniorinnen und Senioren, die neben dem Rentenbezug einen Minijob ausübten, habe es dagegen nur einen vergleichsweise geringen Zuwachs um 3,4 Prozent auf rund 1,10 Millionen gegeben.
Insgesamt verzeichneten die Rentenkassen am Jahresende 2023 rund 1,46 Millionen Rentnerinnen und Rentner, die neben dem Bezug ihrer Altersrente noch erwerbstätig waren. “Dies entspricht einem Zuwachs um rund 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr”, heißt es in einer Mitteilung.
