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Frauen: Höhere Rentenansprüche als vor 20 Jahren

Neurentnerinnen des Jahres 2021 kamen im Schnitt auf fast zehn Versicherungsjahre mehr als Frauen, die 2001 in Rente gingen.

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Alte Hände mit einer Schüttelbörse mit Geldmünzen, auf dem Tisch liegen 50-Euro-Scheine. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Berlin (dpa/sth). Frauen zahlen einem Bericht zufolge länger in die Rentenversicherung ein und haben dadurch im Ruhestand mehr Ansprüche als noch vor 20 Jahren. Frauen, die 2021 in Rente gingen, kamen durchschnittlich auf 36,9 Versicherungsjahre, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) und beruft sich auf eine Auswertung der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund. 20 Jahre zuvor kamen Frauen auf nur 27,2 Versicherungsjahre. Das Plus an Versicherungsjahren bedeutet für sie auch mehr Geld. Neben der Dauer der Einzahlungen wirkt sich auch die Lohnhöhe auf die Höhe der Rente aus.

Dem Bericht zufolge stieg die Zahl der Versicherungsjahre bei Frauen im Westen deutlich stärker an als im Osten. In den ostdeutschen Bundesländern ist die Erwerbsbeteiligung von Frauen traditionell höher. Auch die erweiterte Anerkennung von Kindererziehungszeiten durch den Ausbau der sogenannten Mütterrente in den Jahren 2014 und 2019 kann einen Einfluss auf den Anstieg gehabt haben. "Die Zunahme der Versicherungsjahre ist hauptsächlich auf eine erhöhte Erwerbsbeteiligung von westdeutschen Frauen zurückzuführen", sagte Christian Amsinck, einer von zwei alternierenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung Bund, der "FAZ". Am heutigen Dienstag findet in Freiburg die Vertreterversammlung der DVB Bund statt.

Bruttorente nach 35 Versicherungsjahren stieg in zehn Jahren um 38 Prozent

Einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge stieg der durchschnittliche Bruttorentenbetrag bei Ruheständlern mit mindestens 35 Versicherungsjahren von 1.070 Euro im Jahr 2011 auf rund 1.472 Euro im vergangenen Jahr. Dies bedeute einen Anstieg um 38 Prozent. "Diese positive Entwicklung stärkt die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland", sagte Hans-Werner Veen, der andere Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, der Zeitung. Hauptgrund für die Steigerungen seien die vergleichsweise hohen Rentenanpassungen in diesem Zeitraum. Der Anteil der Rentner, die mindestens 35 Versicherungsjahre vorzeigen können, stieg demnach in dem Zeitraum von 64 Prozent im Jahr 2011 auf rund 73 Prozent im vergangenen Jahr. Grund dafür ist dem Bericht zufolge wiederum, dass auch mehr westdeutsche Frauen solche Versicherungszeiten erreichen.

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