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Giffey gegen höhere Kinderlosen-Beiträge

Bundesfamilienministerin: Schon im bestehenden Kranken- und Pflegeversicherungssystem sind Kinderlose solidarisch mit Familien.

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Franziska Giffey, SPD, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. – Bild: SPD Berlin © Joachim Gern

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Berlin (dpa/sth). Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich gegen den Vorschlag von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ausgesprochen, dass Menschen ohne Kinder deutlich höhere Pflege- und Rentenversicherungsbeiträge zahlen sollten. "Schon im bestehenden Kranken- und Pflegeversicherungssystem sind Kinderlose solidarisch mit Familien, die Kinder haben", sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit Blick auf die bereits jetzt etwas höheren Pflegebeiträge für Kinderlose. "Wenn, dann muss mehr Umverteilung über die Steuerabgaben funktionieren." Aktuell zahlen Kinderlose bereits 0,25 Prozentpunkte mehr in die Pflegekasse ein.

Die Deutsche Rentenversicherung hatte Spahns Vorstoß bereits in der vergangenen Woche zurückgewiesen (ihre-vorsorge.de vom 12.11.2018). "Der Vorschlag, die Höhe der Beiträge zur Rentenversicherung danach auszurichten, ob Kinder erzogen wurden, widerspricht der Lohn- und Beitragsbezogenheit der Renten", hieß es seitens der Rentenversicherer. In Deutschand würden durch gleich hohe Beiträge gleich hohe Anwartschaften in der Rentenversicherung erworben. "Würden Kinderlose bei den Beiträgen belastet, Eltern gleichzeitig entlastet, würde zudem eine Umverteilung von niedrigen zu höheren Einkommen begünstigt." Besser verdienende Beitragszahler mit Kindern würden von einer Beitragsentlastung stärker profitieren als solche mit geringem Einkommen. Eltern, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert sind, würden gar nicht profitieren.


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