Ihre-Vorsorge Logo

ifo: Ohne Reform droht deutlicher Anstieg des Rentenbeitrags

Dresdner Wirtschaftsforscher befürchten, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2050 auf 22 Prozent steigen könnte – "mit gravierenden Folgen für Beschäftigte und Unternehmen“.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

ifo: Ohne Reform droht deutlicher Anstieg des Rentenbeitrags

© Nicht definiert

Dresden (ifo/sth). Das Rentensystem in Deutschland muss dringend reformiert werden - sonst werden die Lasten für kommende Generationen unzumutbar. Das ist das Fazit eines Gutachtens des Dresdner ifo Instituts für die Friedrich Naumann Stiftung. „Deutschland steht vor einer dramatischen demografischen Herausforderung. Ohne Reformen droht der Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung bis 2050 von 18,6 Prozent auf 22 Prozent zu steigen – mit gravierenden Folgen für Beschäftigte und Unternehmen“, warnt Marcel Thum, Geschäftsführer der ifo Niederlassung Dresden und Ko-Autor des Gutachtens. 

„Die Lebenserwartung der Deutschen ist angestiegen und die jüngeren Kohorten sind deutlich dünner besetzt als die Babyboomer-Generation. Die Kosten der Alterung dürfen aber nicht einseitig den jüngeren Menschen zugeschoben werden. Deshalb sollte der Nachhaltigkeitsfaktor wiedereingeführt werden und das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Mit Mütterrente und Haltelinie geht es leider gerade in die falsche Richtung“, sagt Thum.

“Bundeszuschüsse würden um über 50 Prozent wachsen”

Den Berechnungen zufolge würden die Bundeszuschüsse um über 50 Prozent wachsen, wenn die Politik nicht entschieden gegensteuert. Das Gutachten bewertet mehrere Handlungsoptionen. Würde man die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren ("Rente mit 63") abschaffen, brächte dies zwar nur eine geringe Entlastung, würde aber wenigstens einen Anstieg der Ausgaben verringern. Würde man den Anstieg der Renten stärker am Verhältnis von Rentenbeziehern und Einzahlern orientieren (Nachhaltigkeitsfaktor), könnten die Rentenausgaben sogar gesenkt werden, so die ifo-Forschenden. 

“Sehr stark” würde ihrer Ansicht nach eine Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung wirken. Auch eine Erhöhung der Bestandsrenten nach der Inflationsentwicklung statt nach der Einkommensentwicklung der Beschäftigten “würde das Rentensystem nachhaltig entlasten”, schreiben die Dresdner Wissenschaftler. 


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

Angst vor Lücken in der Rentenbiografie durch lange Krankheit oder private Krankenversicherung? Das lässt sich vermeiden.

Time
3 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung erklärt in einer neu aufgelegten Broschüre Abzüge auf der Gehaltsabrechnung – und was Arbeitnehmer davon haben.

Time
2 Minuten

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) sieht bei der Stärkung der gesetzlichen Rente Handlungsbedarf. Eine durchschnittliche Altersrente von weniger als 1.200 Euro sei „zu wenig“.

Time
1 Minuten

Duale Studierende sind rentenversicherungspflichtig – ganz unabhängig vom jeweils bezogenen Gehalt. Wer die Beiträge zahlt, hängt aber von der Verdiensthöhe ab.

Time
2 Minuten

Wer rechtzeitig plant, kann seinem Übergang in die Altersrente entspannt entgegensehen.

Time
2 Minuten

Für die Kanzleramtsministerin bleibt die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ ein zentraler Reformbaustein – und dank der empfohlenen Fristen für den Übergang und Regelungen für Härtefälle gebe es dazu auch keinen großen Dissens.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026