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IMK: Regierungs-Rentenpaket ist generationengerecht

Das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut erwartet durch die geplante Rentenreform für alle gesetzlich Rentenversicherten eine verbesserte Rendite der Rentenbeiträge.

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IMK: Regierungs-Rentenpaket ist generationengerecht

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Düsseldorf (imk/sth). Eine Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent, wie sie im Rentenpaket der schwarz-roten Regierungskoalition vorgesehen ist, würde nach Berechnungen des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung für alle bis 2010 geborenen Beschäftigten die sogenannte interne Rendite der Rente verbessern. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Studie des gewerkschaftsnahen IMK würden demnach alle heute Erwerbstätigen sowie junge Menschen, die derzeit vor dem Eintritt ins Berufsleben stehen, im Verhältnis zu den von ihnen gezahlten Rentenbeiträgen “überproportional mehr Rente” erhalten.

Dies gelte auch “für einen wesentlichen Teil der heutigen Rentnerinnen und Rentner”, heißt es in der Studie. Der positive Effekt zeige sich mit wenigen Unterschieden für Männer und Frauen. Je nach Geburtsjahr und Geschlecht lägen bei einer Stabilisierung des Rentenniveaus die internen Beitragsrenditen “bei 3,1 bis 4,5 Prozent”. Das wäre “für alle Geburtsjahre ab etwa 1960 knapp 0,1 Prozentpunkt mehr als ohne Stabilisierung, bei den Geburtsjahren davor etwas weniger”, so das IMK. Angesichts dieser Zahlen sei die “Kritik nicht haltbar, eine Stabilisierung des Rentenniveaus würde jüngere Generationen benachteiligen”, betonen die Studienautoren. „Die umlagefinanzierte Rente wirft für alle betrachteten Jahrgänge ordentliche Renditen ab."

Rendite-Berechnungen von Rentenbeiträgen sind aufgrund der Umlagefinanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) nur mit Einschränkungen möglich – denn ein Ansparvorgang wie bei der betrieblichen oder privaten Altersvorsorge findet bei der gesetzlichen Rente nicht statt. Fachleute behelfen sich deshalb mit der Berechnung einer „internen Rendite“. Das ist der Zinssatz, „bei dem der auf einen Zeitpunkt bezogene Barwert aller Einzahlungen in die GRV dem auf denselben Zeitpunkt bezogenen Barwert der Auszahlungen aus der GRV entspricht“, wie die Experten erläutern.

Höhere Rendite als beim Rentenpaket II der Ampel

Im Vergleich zum - letztlich nicht mehr umgesetzten - Rentenpaket II der Ampel-Koalition falle die Rendite der Rentenbeiträge für die Jahrgänge ab etwa Geburtsjahr 2000 nach den Plänen der Merz-Regierung höher aus, heißt es in der IMK-Studie weiter. Grund dafür sei, “dass das Rentenpaket 2025 über Zuschüsse des Bundes an die Rentenversicherung finanziert wird und nicht durch höhere Beiträge für Versicherte”, schreiben die IMK-Forschenden. Das erhöhe zwar den Finanzierungsbedarf aus dem Bundeshaushalt, aber nicht einseitig die Beitragszahlungen für die jüngeren Generationen. „Während Rentenbeiträge nur von der arbeitenden Generation getragen werden, tragen auch Rentnerinnen und Rentner zum Steueraufkommen bei“, erklärte Sebastian Dullien, Mit-Autor und wissenschaftlicher Direktor des IMK. „Sie zahlen etwa Mehrwertsteuer, Energiesteuern und Tabaksteuer sowie oft auch Einkommensteuer.“

Zudem ist die Kostenbelastung für den Bundeshaushalt nach den Berechnungen der IMK-Forschenden überschaubar: Die Zahlungen des Bundes an die Rentenversicherung würden demnach durch das Rentenpaket zwar um etwa 0,3 Prozentpunkte steigen. Dieser Anstieg sei aber “im historischen Vergleich nicht dramatisch“, betonen die Forschenden. Denn auch in dieser Höhe ”blieben die Mittel, die insgesamt vom Bund in die gesetzliche Alterssicherung fließen, im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung unter der Quote, die schon einmal vor gut 20 Jahren erreicht wurde", schreiben die Wissenschaftler. 2003 habe der Bund Steuermittel von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu den Rentenausgaben beigesteuert, 2024 seien es lediglich 2,7 Prozent gewesen.

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