Berlin/Frankfurt am Main (sth). Etwa 2,9 Millionen Bezieherinnen und Bezieher einer deutschen gesetzlichen Rente hatten Ende vergangenen Jahres einen ausländischen Pass. Das waren etwa 40.000 oder 1,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Etwa 1,7 Millionen nicht-deutsche Rentnerinnen und Rentner stammten nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aus den Ländern der Europäischen Union, etwa 900.000 aus den übrigen Staaten Europas. Rund 300.000 Empfänger einer DRV-Rente kamen von einem anderen Kontinent.
Die größten nationalen Gruppen unter den ausländischen Rentenbeziehenden stellten den DRV-Angaben zufolge etwa eine halbe Million Italienerinnen und Italiener sowie mehr als 450.000 Türkinnen und Türken dar. Weitere große Rentner-Ausländergruppen bildeten Menschen aus Spanien (205.000), Griechenland (168.000), Serbien (162.000) und Österreich (153.000). Knapp 1,5 Millionen der hierzulande erworbenen Rentenansprüche von Ausländerinnen und Ausländern werden nach aktuellen DRV-Daten, die ihre-vorsorge.de vorliegen, auf Konten im Ausland überwiesen.
Mehr als 7,2 Millionen ausländische Beschäftigte und Selbstständige waren nach DRV-Angaben Ende 2021 hierzulande “aktiv versichert”, das heißt sie zahlten selbst Beiträge an die Rentenversicherung oder Beiträge gelten als für sie gezahlt - zum Beispiel für Kindererziehung oder die häusliche Sorge um Pflegebedürftige. Die Bedeutung aktiv versicherter Ausländerinnen und Ausländer für die Sicherung der Rentenzahlungen der Deutschen Rentenversicherung wird nach Einschätzung von Fachleuten in den kommenden Jahren weiter deutlich wachsen.
