Berlin (iv). Jeder Siebte ist im vergangenen Jahr noch vor Eintritt ins gesetzliche Rentenalter verstorben. Das ergibt sich aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linken. Demnach waren 136.000 Verstorbene unter 65 Jahren, das sind 14,4 Prozent aller in Deutschland im Jahre 2019 Verstorbenen. Läge das gesetzliche Rentenalter schon heute für alle bei 67 Jahren, läge der Anteil bei 17 Prozent (159.000 Menschen). Das Ministerium bezieht sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Die Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, kritisierte: „Je höher das Rentenalter, desto weniger Menschen kommen jemals in den Genuss ihrer Rente“. Sie forderte, die Regelaltersgrenze wieder auf 65 Jahre zu senken.
Rente mit 67: Altersgrenze steigt schrittweise
Die Regelaltersgrenze wird seit einigen Jahren schrittweise von 65 auf 67 Jahren angehoben. Wer wann ohne Abschläge in Altersrente gehen kann, hängt vom Geburtsjahrgang ab. Mit dem Rentenbeginnrechner können Sie leicht Ihre persönliche Altersgrenze ermitteln.
