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Knapp 800.000 Geflüchtete rentenversichert

Versichertenbericht 2018: Die Zahl rentenversicherter Beschäftigter ist erneut gestiegen. Auch Ältere erhöhen Rentenansprüche weiter.

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Logo der Deutschen Rentenversicherung. – Bild: Deutsche Rentenversicherung Bund © Armin Okula

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Bad Homburg (sth). Knapp 800.000 Menschen aus den acht Hauptherkunftsländern von Geflüchteten (Syrien, Irak, Afghanistan, Iran, Pakistan, Nigeria, Eritrea und Somalia) waren Ende des Jahres 2016 in Deutschland gesetzlich rentenversichert. Von ihnen waren 43 Prozent Syrer, 15 Prozent Iraker, 12 Prozent Afghanen, 11 Prozent Iraner und 9 Prozent Pakistaner. Menschen aus den afrikanischen Staaten Nigeria, Eritrea und Somalia "waren mit jeweils weniger als fünf Prozent vertreten", heißt es in dem jetzt veröffentlichten Versichertenbericht 2018 der Deutschen Rentenversicherung. Etwa 67,2 Prozent der Versicherten aus diesen Ländern (535.000) waren demnach Männer, etwa 32,8 Prozent (261.000) entfelen auf Frauen.

Die Hälfte der Versicherten aus den genannten Staaten war den Daten der Rentenversicherung zufolge Ende des Jahres 2016 unter 32 Jahre alt. Wenn es gelinge, diese Menschen in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, könnten sie "zumindest kurz- bis mittelfristig ein entlastender Faktor bei der Finanzierung der Renten im Angesicht der alternden Bevölkerung sein", kommentiert die Rentenversicherung ihre Analyse. Allerdings habe die Bundesagentur für Arbeit (BA) im Juni 2016 nur für 19 Prozent dieser Versichertengruppe "qualifizierte Tätigkeiten ins Auge gefasst". Es seien also noch "Qualifikationsanstrengungen erforderlich", schränkt der Bericht ein.  

Erheblicher Versichertenzuwachs in den letzten zehn Jahren

Die geflüchteten Versicherten haben zudem – wie alle anderen Rentenversicherten – erst nach einer Mindestversicherungsdauer von fünf Beitragsjahren einen Rentenanspruch. Die größte Gruppe der Versicherten stellten Ende 2016 die mehr als 30,5 Millionen rentenversicherungspflichtig Beschäftigten dar, heißt es im Versichertenbericht. Das seien "so viele wie nie zuvor seit Bestehen der gesetzlichen Rentenversicherung" gewesen. Ihre Zahl stieg nach Angaben der Rentenversicherung zwischen 2007 und 2016 um 4,38 Millionen, "ein Plus von 16,8 Prozent". 

Anteilig gab es dem Bericht zufolge bei den versicherungspflichtigen Minijobbern den größten Zuwachs. Ihre Zahl sei von 240.000 im Jahr 2007 auf 1,16 Millionen in 2016 gestiegen und habe sich damit "innerhalb von zehn Jahren vervierfacht". Wichtigster Auslöser dieses Effekts sei die 2013 eingeführte Versicherungspflicht für 450-Euro-Jobber gewesen, so die Rentenversicherungs-Statistiker.

Neben aktuellen Entwicklungen erläutert der Versichertenbericht zahlreiche weitere statistische Kennzahlen zu den Versicherten der Deutschen Rentenversicherung. Er beschreibt zugleich die Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Besondere Aufmerksamkeit gilt im aktuellen Bericht den älteren Versicherten.

Mehr zum Thema:

www.deutsche-rentenversicherung.de

Link zum Versichertenbericht 2018 der Deutschen Rentenversicherung

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