Ihre-Vorsorge Logo

Reformen kosten Rentenkassen 15 Milliarden Euro jährlich

Allein die Verbesserungen der sogenannten Mütterrente belasteten die Beitragszahler im vergangenen Jahr mit rund zwölf Milliarden Euro.

Artikel vorlesen

Tags

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Berlin (sth). Die Rentenreformen der vergangenen Jahre belasten die Rentenversicherung mit mehr als 15 Milliarden Euro pro Jahr. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht, lagen allein die Kosten für die zweimalige Verbesserung der sogenannten Mütterrenten (Rentenansprüche für die Erziehung vor 1992 geborener Kinder, d. Red.) in den Jahren 2014 und 2019 im vergangenen Jahr bei rund zwölf Milliarden Euro. Insgesamt weitere drei Milliarden Euro jährlich kosteten der Bundesregierung zufolge die Reformen der Erwerbsminderungsrenten sowie die Einführung einer vorzeitigen abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Beschäftigte. 

Allerdings könnten die Ausgaben für diese sogenannte Rente mit 63 nicht genau ermittelt werden, heißt es in dem Regierungsschreiben – denn es sei nicht bekannt, "wie das Rentenzugangsverhalten ohne diese Neuregelung erfolgt wäre und ob sich die Kostenwirkung mehr in Form eines Vorzieheffektes oder geringeren Abschlägen entfaltet hätten". Die Rentenzahlungen an die Bezieher einer Rente mit 63 seien zudem "keine Mehrausgaben", stellt die Bundesregierung fest. Es seien vielmehr "die Zahlbeträge an alle Rentnerinnen und Rentner im Rentenbestand, die mit einer Rente für besonders langjährig Versicherte zugegangen sind". Ohne die Einführung der Rente mit 63 wären diese Ruheständler jedoch ebenfalls in Rente gegangen – "entweder zeitgleich mit Abschlägen oder etwas später ohne Abschläge".

Vor allem die Kosten für die Mütterrenten sorgen in der Rentenversicherung seit Jahren für Ärger. Entgegen dem von ihr immer wieder vorgetragenen Argument, dass diese Kosten – wie die Kindererziehungszeiten – von allen Steuerzahlern aufgebracht werden müssten, müssen die Rentenversicherer die sogenannten Mütterrenten I und II aus Beiträgen von Beschäftigten und Arbeitgebern bezahlen. Der jährliche Steuerzuschuss an die Rentenversicherung werde zwar "in den Jahren 2019 bis 2022 in vier gleichmäßigen Schritten um letztlich insgesamt 2,0 Milliarden Euro jährlich anwachsen", räumte die Rentenversicherung schon vor längerer Zeit ein. "Jedoch werden die anfallenden Mehrausgaben für die Mütterrente damit nur zu einem Teil gedeckt."

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

Die Deutsche Rentenversicherung bietet kostenlose Online-Vorträge zu verschiedensten Themen an. Eine Übersicht über das Angebot im Oktober.

Time
1 Minuten

46 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fordern die Bundesregierung auf, die Rentenreform nicht zu verwässern. Was empfehlen sie?

Time
1 Minuten

Um die Vorschläge der Rentenkommission gibt es eine anhaltende politische Debatte. Was davon wird umgesetzt? Der Vizekanzler setzt sich für eine Maßnahme besonders ein.

Time
2 Minuten

Die Digitale Rentenübersicht kann ein wichtiger Baustein für mehr Transparenz bei der Altersvorsorge sein. So funktioniert sie.

Time
2 Minuten

Bei der CDU findet man, dass es der Koalitionspartner beim eingeschlagenen Reformweg nicht eilig genug hat. Gerade der Rentenentwurf müsse nun schnell kommen, fordert CDU-Generalsekretärin Hoppermann.

Time
3 Minuten

Union und SPD streiten um Details bei der geplanten Rentenreform. Auch die Präsidentin des Sozialverbands und die Chefin der Rentenkommission beteiligen sich an der Debatte.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026