Frankfurt (sth). Die durchschnittliche Zeit des Bezugs einer gesetzlichen Alters- oder Erwerbsminderungsrente ist im Jahr 2021 erneut leicht gestiegen. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervor, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach kassierten Rentnerinnen ihre selbst erarbeitete Bezüge - von Fachleuten als "Versichertenrenten" bezeichnet – im Jahr 2021 im Schnitt 22,1 Jahr lang, Rentner 18,8 Jahre. Das war bei beiden Geschlechtern geringfügig länger als im Jahr zuvor.
Über die letzten zehn Jahre hinweg betrachtet, gab es den neuen DRV-Zahlen zufolge bei den Männern zwischen 2011 und 2021 einen Anstieg der durchschnittlichen Rentenbezugsdauer um 2,8 Jahre, bei den Frauen um 1,5 Jahre. Im Jahr 2016 hatten Männer ihre Alters- oder Erwerbsminderungsrente im Durchschnitt noch 17,6 Jahre lang bekommen, Frauen 21,6 Jahre. Trotz des deutlichen Anstiegs der Rentenbezugsdauer und den damit verbundenen Mehrausgaben sank der Beitragssatz zur Rentenversicherung seit 2010 von 19,9 Prozent auf 18,6 Prozent. Grund dafür ist vor allem die gute wirtschaftliche Entwicklung im vergangenen Jahrzehnt und ein weiterhin stabiler Arbeitsmarkt.
