Bad Ems (drv/sth). „Eine solide finanzielle Lage“ hat Dieter Hillebrand, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Rheinland, jetzt der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland bescheinigt. Zur Begründung verwies Hillebrand vor der Vertreterversammlung des Düsseldorfer Rentenversicherers in Bad Ems darauf, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung schon das achte Jahr in Folge bei 18,6 Prozent liege. „Diese erfreuliche Stabilität verschafft Planungssicherheit für die Beitragszahlenden – die Versicherten sowie die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber“, so Hillebrand.
Die mittelfristigen Prognosen zeigten aber, dass die Ausgabenzuwächse größer als Einnahmesteigerungen seien, was die finanzielle Rücklage der Rentenversicherung verkleinere, sagte Hillebrand weiter. „In den nächsten Jahren müssen wir daher Wachsamkeit und Weitblick walten lassen." Die finanzielle Belastung sei infolge demografischer Trends und steigender Anforderungen an die gesetzliche Rentenversicherung auf lange Sicht nicht zu vernachlässigen, so der Vertreter der Versichertenseite. Die DRV Rheinland betreibt in Bad Ems mit der Lahntalklinik eine Klinik für orthopädische Rehabilitation.
Erfolge beim Recruiting von Nachwuchskräften
Die DRV Rheinland zählt sich in ihrer Branche zu den Top-Ausbildern - mit Top-Ausgebildeten. Deshalb sei die Suche nach jungen Talenten eine “ständige, große Herausforderung”, erklärte Holger Baumann, Vorsitzender der Geschäftsführung, vor den Vertretern von Arbeitgebern und Versicherten. Aktuell konnte der Rentenversicherungs-Chef beim Recruiting jedenfalls Erfolge vermelden: Knapp 500 junge Leute mehr als im Vorjahr bewarben sich nach seinen Angaben um eine Ausbildung oder ein duales Studium. „Das bedeutet, junge Menschen nehmen die DRV Rheinland als attraktiven, sympathischen und innovativen Arbeitgeber wahr“, sagte Baumann.
Der Vorsitzende der Geschäftsführung stellte den Selbstverwalterinnen und Selbstverwaltern auch das Präventionsprojekt „Pit“ vor. Pit steht für „Präventionsinformations-Transporter“. Seit April sind zwei Mitarbeitende mit einem Info-Mobil dieses Namens im Rheinland unterwegs. Sie machen halt in Kleinstädten und Gemeinden und informieren über das Präventions- und Rehabilitationsangebot des Rentenversicherers. „Mit Pit ist die Deutsche Rentenversicherung Rheinland noch näher an den Menschen in der Region als je zuvor“, so Holger Baumann. „Pit“ ist Teil des Bundesprogramms „Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben – rehapro“, das durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert wird.
