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Rentenversicherung wehrt sich gegen Negativ-Spekulationen

Boulevard-Zeitung prognostiziert „schrecklichen Renten-Ruin“. DRV: Zahlen eines Finanzexperten basieren nicht auf geltendem Recht.

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Logo der Deutschen Rentenversicherung. – Bild: Deutsche Rentenversicherung Bund © Armin Okula

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Berlin (sth). Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) wehrt sich gegen nicht nachvollziehbare Zahlen und Behauptungen eines Ökonomen in der gestrigen Ausgabe der „Bild“-Zeitung. Die vom Freiburger Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen genannten Zahlen seien „spekulativ, da sie nicht auf der Grundlage des geltenden Rechts basieren“, heißt es in einer Stellungnahme der DRV zu dem Bericht. „Mit spekulativen Rechnungen die Rentenversicherung zu diskreditieren, halten wir für unverantwortlich. Die Rentenversicherung wird auch den jungen Menschen eine stabile Rente zahlen können.“

Die Bundesregierung habe zu Beginn der im September dieses Jahres endenden Wahlperiode beschlossen, „dass das Rentenniveau in der Rentenversicherung nicht unter 48 Prozent sinken und der Beitragssatz nicht über 20 Prozent steigen darf“, stellt die DRV klar. „Diese Begrenzungen gelten nach Gesetz aber nur bis zum Jahr 2025. Danach laufen sie aus und es gelten nach Gesetz dann die Haltelinien von 43 Prozent beim Rentenniveau und von 22 Prozent beim Beitragssatz.“ In seinen Berechnungen unterstelle Raffelhüschen aber, dass die derzeitigen Haltelinien für das Rentenniveau und den Beitragssatz über 2025 hinaus gelten würden, so die DRV. „Ob das so kommen wird, kann heute keiner sagen und ist völlig spekulativ.“

Die Boulevard-Zeitung hatte unter Verweis auf Raffelhüschen berichtet, das deutsche Rentensystem stehe „vor dem Ruin“. Der Finanzexperte wird mit den Worten zitiert: „Am Ende wird uns das Rentensystem um die Ohren fliegen.“ Die Rentenbeiträge müssten demnach „um zehn Punkte auf 28 Prozent steigen“. Derzeit beträgt der Rentenbeitrag 18,6 Prozent des Bruttoverdiensts der Beschäftigten. Alternativ müssten die Steuerzuweisungen an die Rentenversicherung „von jetzt gut 30 Prozent auf die Hälfte“ des Bundeshaushalts von zuletzt 362 Milliarden Euro steigen, behauptet die „Bild“. 

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