Frankfurt/Main (sth). Mehr als 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland und im Ausland hatten vergangene Woche Grund zu ein bisschen Freude: Ihre Renten steigen auch 2023 zur Jahresmitte wieder deutlich. Nachdem die gesetzlichen Bezüge der Ruheständler, Erwerbsgeminderten und Hinterbliebenen bereits im vergangenen Jahr um 5,35 und 6,12 Prozent geklettert waren, wachsen sie nun erneut um 4,39 und 5,86 Prozent. Damit bleiben die Renten zwar hinter der aktuellen Inflationsrate zurück, klettern aber stärker als die Verdienste vieler Beschäftigter.
Der aktuelle Rentenwert, der den monatlichen Rentenanspruch eines Durchschnittsverdieners nach einem Jahr Zahlung von Rentenbeiträgen abbildet, erhöht sich zum 1. Juli in den alten Bundesländern von 36,02 Euro auf 37,60 Euro, in den neuen Ländern von 35,52 Euro auf ebenfalls 37,60 Euro. Damit ist die 2018 begonnene Angleichung des Ostwerts an den Westwert bereits ein Jahr früher abgeschlossen als ursprünglich erwartet.
„Rückblickend hat es für die Rentnerinnen und Rentner seit 2010 ein deutliches Plus bei der Rente gegeben. So sind die Standardrenten von 2010 bis 2022 im Westen um über 32 Prozent und im Osten um über 47 Prozent gestiegen. Der Anstieg lag damit deutlich über der Entwicklung der Inflation in diesem Zeitraum“, sagte Rentenversicherungs-Chefin Gundula Roßbach laut einer Mitteilung der Deutschen Rentenversicherung.
| Bisherige Bruttorente (in Euro) | Rentenerhöhung im Westen (in Euro) | Rentenerhöhung im Osten (in Euro) |
|---|---|---|
| 500 | 21,95 | 29,30 |
| 600 | 26,34 | 35,16 |
| 700 | 30,73 | 41,02 |
| 800 | 35,12 | 46,88 |
| 900 | 39,51 | 52,74 |
| 1000 | 43,90 | 58,60 |
| 1100 | 48,29 | 64,46 |
| 1200 | 52,68 | 70,32 |
| 1300 | 57,07 | 76,18 |
| 1400 | 61,46 | 82,04 |
| 1500 | 65,85 | 87,90 |
| 1600 | 70,24 | 93,76 |
| 1700 | 74,63 | 99,62 |
| 1800 | 79,02 | 105,48 |
| 1900 | 83,41 | 111,34 |
| 2000 | 87,80 | 117,20 |
Quelle: Eigene Berechnungen
