Berlin/Bonn (bmas/sth). Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat das Bonner infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft beauftragt, eine repräsentative Untersuchung zur Lebens- und Einkommenssituation älterer Menschen ab 60 Jahren in Deutschland („Alterssicherung in Deutschland“ – kurz: ASID) durchzuführen. Die alle vier Jahre stattfindende Erhebung soll Daten liefern, die für die Beurteilung und Weiterentwicklung der Alterssicherung in Deutschland wichtig sind. Die Ergebnisse der „ASID 2023“ werden auch in den nächsten „Alterssicherungsbericht der Bundesregierung“ einfließen, der voraussichtlich im Herbst 2024 erscheint.
Zwar sind und bleiben die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung die wichtigste Einkommensquelle der Menschen im Alter, aber auch andere Alterseinkünfte spielen daneben eine zunehmend wichtige Rolle. Daten zum Zusammenspiel der verschiedenen Säulen der Alterssicherung können aber nur durch eine besondere Erhebung bereitgestellt werden, da die vorhandenen Statistiken zwar regelmäßig wichtige Grunddaten zu einzelnen Aspekten liefern, jedoch keinen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche und soziale Lage älterer Menschen in Deutschland.
Kern der Untersuchung ist eine Befragung von Personen, die nach einem statistischen Zufallsverfahren aus dem Melderegister ihrer Gemeinde repräsentativ ausgewählt wurden. Diese Mitbürgerinnen und Mitbürger sollen – freiwillig und anonym – ihre Lebensumstände darstellen. „Es ist sehr wichtig, dass jeder, der ausgewählt wurde, auch teilnimmt, damit die Ergebnisse zuverlässig sind“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung des BMAS. Dazu würden in den kommenden Wochen entsprechende Fragebögen mit weiteren Informationen versendet. „Es besteht zudem die Möglichkeit, die Fragen in einem persönlichen Gespräch gemeinsam mit einem Interviewer zu beantworten“, heißt es.
