Berlin/Frankfurt am Main (sth). Die Zahl der Menschen, die einen Angehörigen oder Nachbarn in häuslicher Umgebung rentenversicherungspflichtig pflegen, ist im Jahr 2023 erneut gestiegen. Nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV), die ihre-vorsorge.de vorliegen, bekamen Ende vorvergangenen Jahr rund 1,09 Millionen sogenannte Pflegepersonen von der Pflegekasse des oder der Gepflegten Rentenbeiträge gezahlt. Das waren etwa 71.000 oder 6,9 Prozent mehr Pflegende als ein Jahr zuvor.
Seit der 2017 in Kraft getretenen Pflegereform ist die Zahl der Pflegepersonen mit Anspruch auf Zahlung von Rentenbeiträgen in jedem Jahr deutlich gestiegen. Seither sind Pflegepersonen in der Rentenversicherung bereits pflichtversichert, wenn sie einen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 wöchentlich mindestens zehn Stunden lang an mindestens zwei Tagen in häuslicher Umgebung pflegen. Zuvor musste die Pflege an mindestens 14 Stunden wöchentlich geleistet werden.
Ein Jahr Pflege erhöht die Rente – je nach Pflegegrad des Gepflegten und den für ihn gezahlten Leistungen – nach aktuellen Angaben der Deutschen Rentenversicherung in Bayern seit dem 1. Januar 2025 um monatlich 6,61 Euro bis 34,99 Euro. Auch die Rentenversicherung profitierte von dem häuslichen Pflegeboom. Sie bekam 2023 nach aktuellen Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von den Pflegekassen etwa 3,6 Milliarden Euro an Beiträgen für die Pflegenden überwiesen – im Jahr 2013 waren es erst 0,9 Milliarden.
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