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Wegen Corona-Krise: Erneut weniger Minijobs

Schlechte Zeiten für 450-Euro-Beschäftigte: Der neue Quartalsbericht der Minijob-Zentrale verzeichnet erneut einen deutlichen Rückgang.

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Junge Kellnerin in einem Straßencafe kassiert Geld von weiblichem Gast. Bild: IMAGO / Westend61 / Oriol Castelló Arroyo

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Bochum (kbs/sth). Die Corona-Krise hat zu einem weiteren erheblichen Rückgang bei den Minijobs in Deutschland geführt. Ende Dezember 2020 seien im gewerblichen Bereich noch rund 5,88 Millionen Beschäftigte mit 450-Euro-Jobs in Deutschland gemeldet gewesen, fast 859.000 oder 12,9 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, heißt es im neuen Quartalsbericht der Minijob-Zentrale. Die Zahl der rentenversicherungspflichtigen Minijobber sei im gleichen Zeitraum um knapp 113.000 oder 8,7 Prozent auf 1,29 Millionen zurückgegangen. 

Besonders betroffen vom Lockdown ab November 2020 war das Gast- und Unterhaltungsgewerbe. Restaurants, Kneipen und Kinos sind seitdem geschlossen; allein im Gastgewerbe ist ein Rückgang von 50,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Den größten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Unter-25-Jährigen mit einem Minus von fast 20 Prozent. Gerade diese Altersgruppe arbeitet oft im Gastgewerbe. „Corona und die dadurch seit Anfang 2020 sinkende Wirtschaftsleistung haben die Minijobber stark getroffen“, so Heinz-Günter Held, bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (DRV KBS) zuständiger Geschäftsführer für die Minijob-Zentrale.

"Minijobs im Haushalt bleiben relativ sicher"

Ganz anders stellt sich der Verlauf bei den Minijobbern im Privathaushalt dar: „Putzen, Wäschewaschen, Einkaufen oder Babysitten stehen weiterhin hoch im Kurs, diese Jobs im Haushalt bleiben relativ sicher“, so Heinz-Günter Held. Zwar sank die Zahl der Minijobber im Privathaushalt gegenüber dem Vorjahr um knapp 11.600 Personen oder 3,8 Prozent auf rund 293.000. Doch gegenüber dem Vorquartal stieg sie im Gegensatz zu fast allen Wirtschaftsbereichen an, um rund 5.500 Personen oder 1,9 Prozent.

Auch bei den Haushaltshilfen, die sich für die Rentenversicherungspflicht entschieden, gab es von September bis Dezember 2020 ein Plus von fast 860 oder 2,3 Prozent auf knapp 38.900. Insgesamt stockten Ende 2020 etwa 13,3 Prozent der Minijobber in Privathaushalten die Rentenbeiträge ihrer Arbeitgeber auf – obwohl sie deutlich mehr zuzahlen müssen als Minijobber im gewerblichen Bereich. Mit der Rentenversicherungspflicht stehen Minijobbern neben einer etwas höheren Altersrente und dem Anspruch auf Riester-Förderung bei Bedarf – und nach entsprechender Versicherungszeit – auch Reha-Leistungen sowie eine Erwerbsminderungsrente zu. 

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