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Mehr Renten erreichen die 3000-Euro-Grenze

Noch immer ist die Zahl der Rentnerinnen und Rentner, die eine Monatsrente von mehr als 3000 Euro erreichen, sehr überschaubar - aber sie wächst.

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Hand nimmt Geldscheine aus Geldbörse. Bild: IMAGO / Westend61 / imago stock&people

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Berlin/Frankfurt (sth). Noch vor etwa fünf Jahren galt eine monatliche Rente von 3000 Euro (brutto) als eine Art Hochsprunglatte, die von nur sehr wenigen Rentnern und nahezu keiner Rentnerin übersprungen werden konnte. Nach mehreren deutlichen Rentenanpassungen seither, mit Ausnahme eines Corona-bedingten Einbruchs im Jahr 2021, ist die 3000-Euro-Marke inzwischen jedoch für mehr Seniorinnen und Senioren in Sichtweite gekommen - auch wenn ihre Zahl immer noch überschaubar ist. Das geht aus dem kürzlich von der Bundesregierung veröffentlichten neuen Rentenversicherungsbericht (Übersicht 6 im Anhang) hervor.  

Demnach hatten im Jahr 2023 bundesweit gerade einmal 81 Rentner - nur Männer - mindestens 50 Versicherungsjahre auf dem Rentenkonto gesammelt, in denen sie durchschnittlich mehr als 1,8 Entgeltpunkte pro Jahr erzielten – insgesamt also über 90 Entgeltpunkte. Weitere knapp 3700 Männer und 189 Frauen konnten im vergangenen Jahr jedoch bereits zwischen 45 und 49 Versicherungsjahren auf dem Rentenkonto vorweisen, in denen sie während des Berufslebens jährlich im Schnitt mehr als 1,8 Entgeltpunkte erworben hatten. Ein (1,0) Entgeltpunkt ist der Rentenanspruch, den Durchschnittsverdiener mit einem Jahresbruttoeinkommen von derzeit etwa 45.400 Euro durch ein Jahr Zahlung von Rentenbeiträgen erzielen. Wer also zum Beispiel 47 Versicherungsjahre mit durchschnittlich 1,9 Entgeltpunkten zurückgelegt hat, kam damit Ende 2023 bereits auf mehr als 3350 Euro Monatsrente - brutto wie gesagt.   

Nach 50 Berufsjahren sind bis zu 95 Entgeltpunkte möglich

Aus der Übersicht der Bundesregierung geht auch hervor, dass sehr langjährige Gutverdiener im Schnitt sogar auf fast 1,9 Entgeltpunkte pro Jahr kamen - Beschäftigte mit 50 Beitragsjahren demnach auf knapp 95 Entgeltpunkte. Das entsprach Ende 2023 einer Brutto-Monatsrente von mehr als 3500 Euro - netto (nach Abzug von rund 11,5 Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung, d. Red.) immer noch mehr als 3100 Euro. Wie die sehr kleine Zahl der Toprentenbezieher zeigt, wird bei Nettobezügen jenseits der 3000-Euro-Marke die Renten-Luft aber sehr dünn. 

Was aus der Rentenstatistik ebenfalls hervorgeht: Mehr als 90 Prozent der Altersrenten nach besonders langer Erwerbsbiografie und mit hohem jährlichen Rentenanspruch werden in den alten Bundesländern ausgezahlt. Ein Zeichen dafür, dass das Lohnniveau im östlichen Teil Deutschlands immer noch Nachholbedarf hat.

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