Frankfurt am Main (sth). Im Jahr 2023 haben fast genau so viele Kinder und Jugendliche erstmals eine gesetzliche Waisenrente gezahlt bekommen wie im Jahr zuvor. Das geht aus aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) hervorgeht, die ihre-vorsorge.de vorliegen. Demnach bekamen im vergangenen Jahr etwa 50.500 Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene in der Ausbildung erstmals eine gesetzliche Hinterbliebenenrente überwiesen - etwa 500 weniger als im Jahr zuvor, aber rund 500 mehr als 2021.
Damit hat sich die Zahl neuer Waisenrentenberechtigter nach zwei Jahrzehnten des Rückgangs zuletzt stabilisiert. Im Jahr 2003 bekamen noch mehr als 75.000 Heranwachsende erstmals eine Waisenrente ausgezahlt, im Jahr 2013 waren es rund 61.000. Die Zahl der neuen Waisenrentenempfängerinnen und -empfänger reduzierte sich damit innerhalb der vergangenen 20 Jahre um rund 33 Prozent.
Weniger Geburten - weniger tödliche Unfälle
Insgesamt erhielten 2023 den neuen DRV-Zahlen zufolge rund 273.000 Mädchen und Jungen in Deutschland eine Waisenrente, etwa 7000 weniger als im Vorjahr und etwa 132.000 weniger als zur Jahrhundertwende. Das dürfte in erster Linie an der generell gesunkenen Kinderzahl in Deutschland sowie an der rückläufigen Zahl tödlicher Unfälle und nicht heilbarer Erkrankungen ihrer Eltern liegen.
Knapp 50.000 Kinder und Jugendliche, die nach dem Tod eines Elternteils im vergangenen Jahr erstmals eine Halbwaisenrente erhielten, bekamen eine durchschnittliche Monatsrente von etwa 225 Euro überwiesen. 567 Vollwaisen, die beide Elternteile verloren haben, erhielten im Schnitt 418 Euro als erste Rente von der Rentenversicherung.
