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Deutschlandticket: Ein Drittel der Inhaber sind mehr unterwegs

Laut einer Umfrage lassen 31 Prozent der Abonnentinnen und Abonnenten öfter das Auto stehen. 37 Prozent gaben an, ihr Mobilitätsverhalten nicht umgestellt zu haben. Für 15 Prozent der Nicht-Nutzenden ist das Angebot zu teuer.

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Roter Zug der Deutschen Bahn steht an einem Bahnhofsgleis. Bild: IMAGO / Martin Wagner

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Berlin (dpa). Die meisten Inhaber des Deutschlandtickets für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) haben einer Umfrage zufolge aufgrund des Abos ihr Mobilitätsverhalten geändert. So sind rund ein Drittel (33 Prozent) der befragten Abonnenten und Abonnentinnen insgesamt mehr unterwegs als zuvor, wie aus der Umfrage der Meinungsforscher von YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Fast ebenso viele (31 Prozent) lassen öfter das Auto stehen, seit sie das Deutschlandabo besitzen. Fast jeder zehnte Inhaber wiederum geht seltener zu Fuß oder fährt weniger mit dem Rad. 37 Prozent gaben hingegen an, ihr Mobilitätsverhalten nicht umgestellt zu haben. Mehrfachnennungen waren möglich.

Seit einem halben Jahr gibt es das Deutschlandticket. Nutzerinnen und Nutzer können damit seit dem 1. Mai für 49 Euro pro Monat bundesweit Bus und Bahn im Nah- und Regionalverkehr fahren. Über die unterschiedlichen Verbünde und Ticketkategorien müssen sie sich dabei keine Gedanken mehr machen. Das Deutschlandticket gilt in allen Regionen und bei allen ÖPNV-Unternehmen. Es ist monatlich kündbar.

Ein Viertel der Befragten hatte ein Abo für mindestens einen Monat

Rund ein Viertel aller Befragten gab bei der Umfrage an, in den vergangenen sechs Monaten mindestens für einen Monat das Abo gebucht zu haben. Fast jeder fünfte Befragte gab an, noch kein Deutschlandticket besessen zu haben, sich den Kauf aber vorstellen zu können. Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer (53 Prozent) wiederum hatte noch kein Abo und kann sich auch keinen Kauf vorstellen. Nach den Gründen dafür gefragt gaben 57 Prozent aus dieser Gruppe an, überwiegend Auto zu fahren. Rund ein Drittel vermisst wiederum ein ausreichendes ÖPNV-Angebot in der eigenen Region. Für 15 Prozent derjenigen, für die kein Deutschlandticket infrage kommt, ist das Angebot zu teuer.

Für die Umfrage wurden zwischen dem 27. und dem 30. Oktober 2120 erwachsene Personen in Deutschland befragt. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung ab 18 Jahren. Gefragt wurde unter anderem, wie das Deutschlandticket das Mobilitätsverhalten der Menschen geändert hat und aus welchen Gründen der Fahrschein für Menschen, die kein Deutschlandticket erwerben wollen, nicht attraktiv ist.


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