Ihre-Vorsorge Logo

Linnemann will keine „harten Brüche“ bei der Pflegereform

Für die Sparpläne zur Stabilisierung der Pflegeversicherung beginnt die konkrete Gesetzgebung. Der Minister stellt Nachbesserungen in Aussicht, damit Betroffene nicht akut in Schwierigkeiten kommen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Porträt Carsten Linnemann, CDU

© Nicht definiert

Berlin (dpa) – Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann will Probleme für Pflegebedürftige wegen kurzfristiger Umstellungen durch die Pflegereform vermeiden. „Zu Jahresbeginn darf es nicht zu harten Brüchen kommen“, sagte der CDU-Politiker zur Einbringung der Gesetzespläne im Bundestag. Mit den Regierungsfraktionen liefen daher Gespräche für Nachbesserungen. Ziel sei, sich besser auf das neue System einstellen zu können. „Für mich ist es essenziell, dass wir die Betroffenen hier nicht überfordern“, sagte Linnemann.

Die Reform zur Stabilisierung der Pflegeversicherung soll in wesentlichen Teilen zum 1. Januar 2027 greifen, um allgemeine Beitragserhöhungen im neuen Jahr abzuwenden. Im Blick für Nachbesserungen stehen nun geplante Änderungen bei Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige, die daheim betreut werden. Sie sollen in neuen Budgets gebündelt werden. Linnemann sagte, eine Sache, die viele umtreibe, sei die Umstellung vor allem beim Entlastungsbetrag und bei der Verhinderungspflege, wenn eine pflegende Person zeitweise ausfällt. 

Reform in mehreren Stufen

Die Reformpläne sehen Ausgabebremsen und Mehreinnahmen vor, um nach Jahren mit stark steigenden Kosten ein für 2027 erwartetes Defizit von 7,6 Milliarden Euro zu decken. Linnemann sagte: „Wenn wir unser Pflegesystem bewahren wollen, müssen wir diese Kostenspirale durchbrechen.“

Das Gesetz soll zunächst akute Finanznöte angehen. Vorschläge für eine umfassende Reform soll dann demnächst eine Expertenkommission liefern. Hintergrund sind immer höhere Ausgaben von inzwischen 74 Milliarden Euro pro Jahr. Dabei trägt die Pflegeversicherung anders als die Krankenversicherung nur einen Teil der Kosten für die Pflege, und Betroffene müssen Eigenanteile zahlen. Im Heim kommen noch Kosten für Unterkunft und weitere Posten dazu.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
1 Minuten

In Deutschland haben anteilig weniger Erwerbstätige eine Führungsposition inne als im EU-Schnitt. Bei der Bezahlung gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Time
2 Minuten

Die Warnungen sind laut: KI könnte zig Jobs vernichten und vielleicht Arbeit irgendwann überflüssig machen. Bundesregierung und Bundesagentur für Arbeit halten dagegen und erwarten das Gegenteil.

Time
3 Minuten

Gute Job-Chancen locken Arbeitnehmer an, was den Umbau und das Wachsen der Wirtschaft ermöglicht. Doch mittlerweile scheuen viele einen Umzug, weil in boomenden Regionen das Wohnen immer teurer wird.

Time
2 Minuten

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt, und die meisten von Ihnen werden daheim betreut, häufig von weiblichen Angehörigen. Das wird sich wirtschaftlich bemerkbar machen, prophezeit die Bertelsmann-Stiftung.

Time
2 Minuten

Der Urlaub ist abgelehnt, der Flug schon gebucht: Ein Arbeitnehmer bleibt krankgeschrieben der Arbeit fern. Warum selbst ein ärztliches Attest ihn vor der Kündigung nicht schützt.

Time
2 Minuten

Bundesagentur für Arbeit stellt Zahlen für Oktober vor. Keine durchgreifende Besserung in Sicht.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026