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Hartz 4: Geringer oder kein Schulabschluss erhöht Risiko

Junge Leute, die einen geringen oder gar keinen Schulabschluss haben, sind häufiger auf Hartz 4 angewiesen. Das ergibt eine aktuelle Studie.

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Junge Menschen in der Arbeitsagentur Berlin Mitte laufen durch das Foyer. Bild: IMAGO / photothek / Thomas Trutschel

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Nürnberg (dpa). Junge Leute mit geringem oder keinem Schulabschluss haben nach einer aktuellen Studie ein höheres Risiko, längere Zeit Hartz 4 zu beziehen. Ob ihre Eltern bereits auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen gewesen seien, spiele eine geringere Rolle, hieß es in einer veröffentlichten Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

Dafür haben die Forscherinnen die Entwicklung von rund 10.000 jungen Menschen bis 21 Jahre über sechseinhalb Jahre beobachtet, die 2008 höchstens einen Realschulabschluss erlangt und in dem Jahr eine Berufsberatung der Bundesagentur für Arbeit in Anspruch genommen hatten. Nach der Analyse war die Mehrheit in dem Zeitraum nie auf Arbeitslosengeld 2 angewiesen. 28 Prozent bezogen aber mindestens einen Monat lang Hartz 4, der Mittelwert lag bei 23 Monaten.

Ohne Schulabschluss steigt das Hartz-4-Risiko deutlich

„Hier handelt es sich nicht nur um junge Menschen, die bereits im Haushalt ihrer Eltern Arbeitslosengeld 2 bezogen haben. Das Hauptrisiko liegt vielmehr darin, dass sie keinen oder nur einen niedrigen Schulabschluss erreichen“, teilten die Studienautorinnen Juliane Achatz und Brigitte Schels mit. Doch gerade wenn diese Schulabgänger nicht aus Hartz-4-Familien stammten, seien sie schwer erreichbar. Deshalb empfehlen die Autorinnen eine enge Zusammenarbeit von Arbeitsagenturen, Jobcentern, Schulen und Jugendhilfe.

Die Autorinnen wiesen aber auch daraufhin, dass die Daten der Berufsberatung nicht repräsentativ für alle Schulabgänger in Deutschland, sondern nur eine gute Annäherung seien. Jugendliche mit einem Hauptschulabschluss und junge Arbeitslosengeld-2-Bezieher seien in der Studie leicht überrepräsentiert.

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