München (dpa). Die geplante Reform der Mini- und Midijobs und der Einkommensteuer hat nach Berechnungen des Ifo-Instituts „insgesamt eine positive Auswirkung auf die Arbeitsmarktbeteiligung“. Allerdings dürften vor allem Männer ihre Arbeitszeit erhöhen, während viele Frauen „ihre Arbeitszeit verringern und noch häufiger in Teilzeit arbeiten“, sagte Ifo-Forscher Maximilian Blömer am Donnerstag.
Rund 40.000 Frauen dürften den Berechnungen nach ihre Vollzeittätigkeit aufgeben, 80.000 Frauen mehr in Teilzeitjobs arbeiten. Die Anhebung der Verdienstgrenze für die steuer- und abgabenfreien Minijobs von 450 auf 520 Euro, die Ausweitung der Midijob-Gleitzone und die Anhebung von Grundfreibetrag und Werbungskostenpauschale „verschärfen die Teilzeitfalle, von der vor allem Frauen als Zweitverdienerinnen betroffen sind“.
