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Statistikamt: Lebenserwartung in Deutschland auf Höchststand

Frauen, die heute 65 Jahre alt ist, können sich auf eine lange Zeit im Ruhestand freuen: Ihre Lebenserwartung ist auf 86,2 Jahre gestiegen. Die Männer haben den Abstand im Vergleich zur destatis-Auswertung vom vergangenen Jahr immerhin etwas verkürzt.

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Gruppe von Senioren lacht zusammen in die Kamera.

© Nicht definiert

Wiesbaden (dpa). Die sogenannte „Lebenserwartung bei Geburt" ist in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Für Frauen lag sie bei 83,6 Jahren, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Das sei ein Anstieg von zwei Monaten im Vergleich zum Vorjahr. Die Kennziffer von Männern lag demnach bei 79,1 Jahren und damit drei Monate höher als 2024. Wichtig zu wissen: Es handelt sich bei diesem Wert – trotz des Namens – nicht um eine Prognose für heute Neugeborene, da deren Sterblichkeit in der Anfangszeit höher ist. Die „Lebenserwartung bei Geburt“  fasst hingegen die Sterblichkeit über alle Altersjahre hinweg in einem Wert zusammen. 

„Beide Geschlechter erreichten damit neue Höchstwerte“, berichteten die Statistikerinnen und Statistiker. Im Vergleich zu 2022 seien die Werte für Frauen und Männer nach den Rückgängen der Coronazeit deutlich gestiegen. „Frauen haben seitdem statistisch gesehen etwa neun Monate hinzugewonnen, Männer über ein Jahr“, hieß es.

Auch Lebenserwartung für ältere Menschen nahm zu

Laut Statistischem Bundesamt nahm auch die noch verbleibende Lebenserwartung für 65-Jährige im vergangenen Jahr zu. Bei Frauen sei etwa ein Monat, bei Männern seien etwa zwei Monate hinzugekommen. Die noch verbleibende Lebenserwartung für eine 65 Jahre alte Frau lag damit im Schnitt bei 21,2 Jahren, bei Männern im gleichen Alter bei 18,2 Jahren. „Dies entspricht einem durchschnittlich erreichbaren Lebensalter von 86,2 Jahren bei den Frauen und 83,2 Jahren bei den Männern.“

Für die Bundesländer wird die Lebenserwartung laut Statistikamt für Dreijahreszeiträume angegeben. Im aktuellen Zeitraum hatte Baden-Württemberg sowohl bei Männern als auch bei Frauen die höchste Lebenserwartung – mit 84,4 Jahren bei den Frauen und 80,3 Jahren bei den Männern. „Baden-Württemberg ist schon seit längerem das Bundesland mit der höchsten Lebenserwartung bei Geburt.“ Den niedrigsten Wert bei den Frauen gebe es mit 82 Jahren im Saarland, bei den Männern sei es mit 76,4 Jahren Sachsen-Anhalt.

Lebenserwartung und Rentenbezug

Nach früheren Angaben des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung stieg die Lebenserwartung nicht mehr so schnell an,wie in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das liegt laut Forscherinnen und Forschern unter anderem daran, dass damals die Kindersterblichkeit rapide sank – mittlerweile gebe es dort kaum noch Spielraum für Verbesserungen.

Die Zahlen zur Lebenserwartung sind auch von den aktuellen Vorschlägen der Altersvorsorgekommission interessant: Die Rentenexperten hatten vorgeschlagen, die Rente an die Lebenserwartung zu koppeln: Ein Jahr mehr Lebenserwartung soll demnach acht Monate längeres Arbeiten und vier Monate längeren Rentenbezug ergeben. Den Berechnungen der Kommission nach sollten Beschäftigte 2041 erst mit 67,5 Jahren und 2051 dann mit 68 in Rente gehen können. In den 2090er-Jahren würde dann die Rente mit 70 gelten.

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