Berlin (sth). 96 Prozent der jungen Menschen in Deutschland wünschen sich von ihrer kapitalgedeckten zusätzlichen Altersvorsorge, dass sie in Form einer lebenslangen Rente ausgezahlt wird. Zudem erwarten 95 Prozent der Menschen zwischen 17 und 27 Jahren von ihrer Altersvorsorge Sicherheit und 92 Prozent eine gute Rendite der von ihnen für das Alter eingezahlten Vorsorgebeiträge. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten neuen Jugendstudie des Versorgungswerks “Metallrente” der Metall- und Elektroindustrie hervor.
Für die Studie wurden nach Metallrente-Angaben rund 2.500 Jugendliche und junge Erwachsene befragt. Sie ist demnach “die größte repräsentative Langzeituntersuchung zur Vorsorge junger Menschen in Deutschland” und erschien nun in sechster Auflage. In der Im Abstand von drei Jahren erstellten Studie geht es laut Metallrente um die Vorstellungen Jüngerer für ihre persönliche Zukunft, zu ihrem Sparverhalten, ihren finanziellen Kenntnissen sowie zu ihren Einstellungen und persönlichen Strategien bei der Altersvorsorge.
87 Prozent der Befragten wünschen sich Altersvorsorge im Unterricht
Bemerkenswert: 87 Prozent der befragten jungen Menschen wünschen sich der Studie zufolge die Integration von Altersvorsorge in ein eigenes Schulfach, beispielsweise im Bereich „Wirtschaft und Finanzen“. Um ihr Altersvorsorge-Wissen zu erhöhen, fordern demnach zudem 91 Prozent der Befragten, dass alle Informationen zu ihrer Altersvorsorge in einer verständlichen Sprache formuliert werden. Und 75 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wünschen sich unabhängige Informationsquellen zum Thema Altersvorsorge.
Ein weiteres interessantes Umfrageergebnis: Aktien und Fonds sind das beliebteste Sparinstrument für die Altersvorsorge der jungen Generation. 62 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen wählen laut der “Jugendstudie” beim Sparen für die Altersvorsorge Aktien und Fonds - und zwar sowohl im Osten als auch im Westen Deutschland und geschlechterübergreifend. “Gut doppelt so viele junge Menschen wie noch 2019 setzen heute auf Investitionen am Aktienmarkt”, stellten die Studienautoren fest.
