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Warum die Wette auf einzelne Aktien oft schiefgeht

Eine neue Untersuchung zeigt: Langfristig in den gesamten Markt zu investieren ist besser, als mit Einzelaktien zu spekulieren.

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Smartphone mit KI-gestützer Aktien-App.

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München (tö). Wer für die Altersvorsorge Geld zurücklegen will, sollte möglichst nicht auf einzelne Aktien setzen. Sonst ist die Gefahr groß, mit den Wertpapieren Verluste zu machen. So schneiden einzelne Aktien zumindest im Durchschnitt über lange Zeiträume schlechter ab als eine eher risikoarme Geldanlage mit Staatsanleihen. Das ist das Ergebnis einer Studie zum US-Aktienmarkt. Dabei untersuchte der Finanzprofessor Hendrik Bessembinder von der Arizona State University die Rendite von fast 30.000 Aktien, die zwischen 1926 und 2025 an US-Börsen wie der New York Stock Exchange oder der Nasdaq gehandelt wurden, und zwar vom ersten bis zum letzten Handelsmonat, auch dann, wenn die Aktien mittlerweile nicht mehr an einer Börse notiert sind.  

Das Ergebnis mag manche Anleger überraschen: Bei nahezu 60 Prozent aller Aktien war die Rendite niedriger über ihre gesamte Handelszeit an der Börse als eine Anlage in kurzfristige US-Staatsanleihen. Die Staatspapiere brachten dem Finanzprofessor zufolge im Durchschnitt eine Rendite von jährlich 3,3 Prozent, das entspricht in etwa den Erträgen, die Sparerinnen und Sparer derzeit auch mit kurzfristig angelegtem Festgeld in Deutschland erreichen können. Und nicht nur das: Lediglich knapp die Hälfte aller Aktien verzeichneten überhaupt einen Gewinn. Mit vielen der Wertpapiere machten die Anlegenden wegen der Kurseinbußen Verluste. 

Stärkster Wertzuwachs verteilt sich auf wenige Firmen

Ein weiteres Ergebnis: Wenige Ausnahmefirmen haben dafür gesorgt, dass der Gesamtmarkt sich seit 1926 mit Kurssteigerungen von insgesamt mehr als 30.000 Prozent äußerst positiv entwickelte. Nach den Berechnungen waren nur 46 von 29.081 untersuchten Firmen für die Hälfte des gesamten Vermögenszuwachses von knapp 91 Billionen US-Dollar verantwortlich, den der US-Aktienmarkt seit 1926 geschaffen hat. 

Zu diesen „Geldvermehrern“ zählen an der Spitze Apple, Nvidia, Microsoft, Alphabet und Amazon, alles Titel, die auch dazu beigetragen haben, dass die in Deutschland beliebten ETFs auf den Weltindex MSCI World in den vergangenen Jahren einen starken Wertzuwachs hatten. So brachte zum Beispiel Apple über den untersuchten von 100 Jahren allein mehr als fünf Billionen US-Dollar an Vermögen für die Anleger. Dies entspricht gut fünf Prozent des gesamten geschaffenen Vermögens.  

Studie: Höhere Rendite bei Aktien-ETFs

Die Studie bietet für Anlegerinnen und Anleger, die langfristig mit Aktien etwa für den Ruhestand vorsorgen wollen, zwei wichtige Erkenntnisse:  

  • Wer auf Einzelaktien gesetzt und sich nicht mehr oder weniger zufällig eine der wenigen erfolgreichen Ausnahmefirmen ins Depot gelegt hat, verpasst einen Großteil der Rendite, die der Gesamtmarkt abwirft. 
  • Anleger, die langfristig am Aktienmarkt investieren, senken ihr Verlustrisiko und erhöhen ihre Gewinnchancen, wenn sie auf kostengünstige Aktien-ETFs setzen, die den Gesamtmarkt weltweit möglichst umfassend abdecken. Dann ist es ziemlich wahrscheinlich, dass sich in dem vom ETF abgebildeten Aktienindex auch Unternehmen befinden, die zu den Kursraketen gehören. 

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