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Ruhestand im Osten: weniger Eigentum und etwas geringeres Einkommen

In der Diskussion um eine ausreichende Altersvorsorge zeigt eine Auswertung: Ruheständler in Ostdeutschland leben häufiger zur Miete. Doch ihr mittleres Haushaltseinkommen (Median) ist nur 80 Euro niedriger als im Westen.

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Älterer Mann sitzt auf einem Sessel und hält eine Zeitung in der Hand. (Bild: IMAGO / Westend61)

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Solange die Miete niedrig bleibt, muss das fehlende Eigenheim für Ruheständler kein finanzieller Nachteil sein.

Wiesbaden (dpa). In den östlichen Bundesländern haben Ruheständler geringere Einkommen und leben seltener in der eigenen Immobilie als im Westen. Das mittlere Haushaltseinkommen (Median) unterscheidet sich allerdings nur um 80 Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Die Spanne reichte im vergangenen Jahr von 2.270 Euro im Osten bis 2.350 Euro im Westen. 

Damit ist das mittlere Einkommen von Haushalten beschrieben, die ausschließlich aus Rentnern oder Pensionären ab 65 Jahren bestehen. Die Hälfte der Haushalte hat geringere Einkommen, die andere Hälfte höhere.

Renten und Pensionen wichtig

Den Angaben zufolge stammt mit 93 Prozent der größte Teil der Einkommen aus Renten und Pensionen. Im Osten machten diese Leistungen durchschnittlich 96 Prozent des Haushaltseinkommens aus, im Westen 92 Prozent. Hier kommen weitere Einkommen aus Vermietungen oder Kapitalerträgen hinzu. Nur rund 1 Prozent der Einkommen bestreiten die älteren Menschen aus eigener Erwerbstätigkeit. 

Ein bedeutsamer Unterschied ist die Wohnsituation: Im Westen lebt eine Mehrheit von 61 Prozent der Ruheständler in der eigenen Immobilie und nur 39 Prozent müssen Miete zahlen. Im Osten ist das Verhältnis mit 56 Prozent Mietern annähernd umgekehrt. Diese müssen aus ihrem Einkommen auch die Miete bestreiten. 

Erhöhtes Armutsrisiko für Alte in Ost und West

Zugleich blieb in Deutschland das relative Armutsrisiko im Ruhestand hoch. Nach den Daten waren 18,9 Prozent der Menschen ab 65 Jahren im Ruhestand armutsgefährdet. In der Gesamtbevölkerung lag die Quote zuletzt bei 16,1 Prozent. Nach EU-Definition gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Verdiensts aus der Gesamtbevölkerung verfügt.

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