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Alterseinkünfte in Ostdeutschland rund zehn Prozent niedriger

Ruheständler in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen leben im Jahr von rund 25.500 Euro. In Westdeutschland beträgt das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen im Durchschnitt 29.600 Euro. Das Bündnis Sahra Wagenknecht hält den Rückstand für „skandalös".

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Rentnerpaar als Spielfiguren sitzen auf einem Stapel Geldmünzen.

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Einkommen und Ausgaben im Gleichgewicht zu halten, ist für Ruheständler in Ost wie West eine Herausforderung.

Berlin/Dresden (dpa). Rentner in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben im Schnitt mehrere Tausend Euro weniger Einkommen im Jahr zur Verfügung als in den West-Bundesländern. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die das Bündnis Sahra Wagenknecht erfragt hat. „Das ist für Ostrentner ein skandalöser Rückstand. Von einer Renteneinheit sind wir auch 36 Jahre später meilenweit entfernt“, sagte Wagenknecht der Deutschen Presse-Agentur.

Erhebliche Einkommenslücke zwischen Ost und West

Laut Statistischem Bundesamt bekamen im vergangenen Jahr Frauen und Männer ab 65 Jahren in Sachsen im Schnitt 25.202 Euro. In Sachsen-Anhalt waren es 25.090 Euro und in Thüringen 26.032 Euro – im Westen dagegen 29.577 Euro. Zwischen Frauen und Männern gibt es noch einmal Unterschiede, bei Frauen fällt das Einkommen geringer aus. 

Die Summen beschreiben das sogenannte Nettoäquivalenzeinkommen einer einzelnen Person. Dieses statistisch ermittelte Pro-Kopf-Einkommen macht das Leben in Haushalten unterschiedlicher Größe und Zusammensetzung vergleichbar, da Positionen wie beispielsweise eine von mehreren Personen gemeinsam getragene Miete und den geringeren Konsumbedarf von Kindern berücksichtigt werden. 

BSW kündigt bei Kürzung des Rentenniveaus Proteste an 

„Sollte die Bundesregierung nach den Plänen der Rentenkommission jetzt auch noch das Rentenniveau kürzen, dann wäre das vor allem auch ein Schlag gegen Ostrentner, weil sie in der Regel nur die gesetzliche Rente haben“, argumentierte Wagenknecht. Sollte das so kommen, werde das BSW „zu Rentenprotesten aufrufen und die Ostwahlen zur Volksabstimmung gegen die Rentenreform machen“.

Fachleute weisen darauf hin, dass für die Beurteilung etwaiger Ungleichheiten im Lebensstandard die alleinige Betrachtung der Einkommensseite nicht ausreicht. Hierfür ist auch die Ausgabenseite zu berücksichtigen, die insbesondere bei regionaler Betrachtung - wie etwa zwischen Ost- und Westdeutschland - hohe Unterschiede aufweisen kann, beispielsweise beim Mietniveau.

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