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Anlage mit Risiko: Darauf sollten Sie bei Krypto achten

Kryptowährungen gelten als hochspekulative Anlageklasse. Wer trotzdem investieren will, sollte wissen, worauf es ankommt. Finanztip hat die wichtigsten Kriterien zusammengetragen – ein Überblick.

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Bitcoin-Münzen in Gold. Bild: IMAGO / Science Photo Library / MARK GARLICK

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Berlin (dpa/tmn). Der Bitcoin ist die bekannteste Kryptowährung auf dem Markt. Nach einem kurzen Allzeithoch 2025, endete das Jahr mit 5 Prozent Minus im Kurs. Ein durchwachsenes Ergebnis nennt Finanztip dieses Ergebnis – und rät insbesondere für die Altersvorsorge eher zu ETF (börsengehandelte Fonds) als zu Kryptowährungen. 

„Anlegende können ihr Geld kaum risikoreicher anlegen als in Kryptowährungen“, sagt Nadine Graf, Finanztip-Expertin für Geldanlage. Wer aber doch in das hochspekulative Geschäft mit den digitalen Währungen einsteigen will, sollte einiges beachten. Allem voran: 

  • Setzen Sie auf Bitcoin, nicht auf andere Kryptowährungen, rät Finanztip. Die älteste und größte digitale Währung mache derzeit einen Marktanteil von etwa 57 Prozent aus.
  • Setzen Sie nur kleine Summen ein, seien Sie sich bewusst, dass sie den kompletten Einsatz verlieren könnten, so Graf. Mehr als zehn Prozent der Gesamtanlage sollte Krypto demnach nicht ausmachen.

Diese Kriterien sollte eine Handelsplattform für Bitcoin erfüllen

Ist die Entscheidung für diese Anlageklasse gefallen, sollten Anlegerinnen und Anleger laut Finanztip darauf achten, Investitionen nicht über ihr herkömmliches Wertpapierdepot zu tätigen – auch wenn das zum Teil möglich wäre. Oft könnten Bitcoins nicht auf andere Wallets übertragen werden, womit Sie an den Anbieter gebunden wären. Teils wären auch die Kosten hoch und das Leistungsspektrum gering. Besser: auf Plattformen setzen, die auf den Kauf von Bitcoin spezialisiert sind. 

Und wie findet man die geeignete Plattform? Laut Finanztip sollten Anbieter folgende Mindestkriterien erfüllen: 

  • Der Anbieter muss dazu berechtigt sein, Krypto-Dienstleistungen in der EU anzubieten. Das weist er mit den entsprechenden Lizenzen nach (MiCA, Markets in Crypto-Assets).
  • Für die Nutzung der Handelsplattform sollten keine laufenden Gebühren anfallen.
  • Bitcoins sollten in Euro ge- und verkauft werden können. Achten Sie darauf, dass Sie das Gebührenmodell nachvollziehen können.
  • Einzahlungen müssen von deutschen Girokonten aus möglich sein.
  • Es werden keine Derivate, sondern konkrete reale Bitcoins gehandelt.
  • Die Bitcoins müssen von einem eigenen Wallet aus übertragbar sein – ein- und ausgehend.
  • Die Bitcoins können aber auf Nachfrage auch beim Broker in einem sogenannten Custodial-Wallet gelagert werden – dabei werden die Gelder der Anleger vom Anbieter verwaltet. Im Grunde vergleichbar mit einem Bankkonto.
  • Der Anbieter sollte mindestens drei Monate Erfahrungen am deutschen Markt nachweisen können.

Auf Einstellungen achten – und die Steuer nicht vergessen

Ist das geeignete Angebot ausgewählt, kann es losgehen: Account einrichten, Guthaben einzahlen – Preislimit festlegen, das geht nämlich bei den meisten Anbietern. „Ein solches Limit schützt vor plötzlichen Kursbewegungen. Die Kauforder wird erst dann ausgeführt, wenn der Preis unter eine bestimmte Schwelle sinkt“, erklärt Nadine Graf vom Finanztip. 

Was Sie sonst noch beachten sollten: Werden Bitcoins innerhalb eines Jahres mit Gewinn verkauft, fallen Steuern an. In Deutschland gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Wer seine Bitcoin mehr als 12 Monate hält, verkauft danach bei Gewinn steuerfrei.


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