Frankfurt (tr). Ab 2027 gelten neue Regeln für die staatlich geförderte private Altersvorsorge. Dazu gehört auch die Möglichkeit, im Rahmen eines Altersvorsorgedepots Fonds und ETFs für den Vermögensaufbau zu nutzen. Bis zu 540 Euro jährliche Grundzulage sind drin. Berufseinsteiger bekommen zusätzlich einmalig 200 Euro Berufseinsteigerbonus. Voraussetzung ist unter anderem, dass der Vertrag für das Altersvorsorgedepot vor dem 25. Geburtstag abgeschlossen wird.
Nicht nur wegen des Bonus kann es sich lohnen, gleich beim Eintritt ins Berufsleben zu handeln. Darauf weisen die Experten der R+V Versicherung hin. Denn der sogenannte Zinseszinseffekt greift umso besser, je länger er sich entfalten kann. Erträge erwirtschaften im Laufe der Zeit selbst wieder Erträge, die wiederum weitere Erträge bringen. „Viele junge Menschen unterschätzen den Einfluss der ersten Berufsjahre auf den Vermögensaufbau. Wer früh beginnt, kann schon mit kleinen Sparbeträgen über die Jahrzehnte hinweg viel erreichen“, sagt Christian Kaiser, Produktmanager bei der R+V.
Geld vom Staat mitnehmen
Die Höhe der staatlichen Förderung hängt unter anderem davon ab, wie hoch die selbst gezahlten Beiträge sind. Viele Berufseinsteiger haben zunächst nur wenig finanziellen Spielraum. Entscheidend sei aber nicht, sofort hohe Beträge zurückzulegen, so die R+V. Es gehe darum, anzufangen und regelmäßig zu sparen. Steigt später das Einkommen, könne die Sparrate entsprechend angepasst werden. „Wer früh beginnt, verschafft seinem Geld mehr Zeit zum Wachsen“, betont Kaiser.
Künftig kann bei der staatlich geförderten Altersvorsorge aus verschiedenen Möglichkeiten gewählt werden. Bei Verträgen mit Beitragsgarantie ist zugesichert, dass zu Beginn der Auszahlungsphase 80 oder 100 Prozent der eingezahlten Beiträge erhalten sind. Beim Altersvorsorgedepot gibt es diese Garantie nicht. Dafür kann man bei der Geldanlage mehr auf den Kapitalmarkt setzen. Zwar schwanken dort die Kurse mitunter stark. Doch bei einer langen Anlagedauer lassen sich Wertschwankungen erfahrungsgemäß eher ausgleichen – ein weiterer Vorteil eines frühen Starts.
