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Geld aus Lebensversicherung: Verkauf statt Kündigung prüfen

Wer schnell Geld braucht, überlegt unter Umständen, die Kapitallebensversicherung zu versilbern. Es gibt aber noch andere, oft bessere Alternativen.

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Berlin (dpa/tmn). Hätten Sie gewusst, dass es einen Zweitmarkt für Lebensversicherungspolicen gibt? Wer schnell Geld zur Verfügung haben muss, kann dort mitunter besser bedient sein als mit einer Vertragskündigung.

Der Zeitschrift „Finanztest“ (Heft 6/2022) zufolge lohnt es sich zumindest, bei Ankäufern entsprechende Angebote per E-Mail einzuholen. Sie zahlen zum Teil mehr Geld, als Versicherte bei einer Kündigung erhalten würden. Der Rückkaufswert vom Versicherer kann nämlich unter Umständen geringer sein als die Summe der eingezahlten Beiträge.

Angebote kritisch prüfen

Der Zweitmarkt ist den Angaben zufolge recht übersichtlich. Nach einem Vergleich kann man sich für das beste Angebot entscheiden und hat so schnell größere Summen zur Verfügung. Die Experten raten aber, kritisch zu bleiben. Soll der Kaufpreis in Raten gezahlt werden, lässt man besser die Finger von so einem Angebot.

Ob die Ankäufer tatsächlich mehr zahlen als den Rückkaufswert hängt zudem immer vom jeweiligen Vertrag ab. Es kann auch vorkommen, dass keiner der Ankäufer an dem Vertrag interessiert ist. Für jeden Ankauf gibt es zudem Mindestkriterien, die erfüllt sein müssen – etwa ein Mindestrückkaufwert, der zwischen 5000 und 10 000 Euro variiert.

Weitere Alternativen durchrechnen

Wer sich mit dem Thema auseinandersetzt, sollte zudem noch weitere Alternativen prüfen. Dazu zählt laut „Finanztest“ zum Beispiel, ein Policendarlehen aufzunehmen, das Versicherer meist bis zur Höhe des Rückkaufswerts gewähren. Eine andere Möglichkeit kann sein, sich bisher erreichte Überschüsse vom Versicherer auszahlen zu lassen.

Nicht zuletzt gilt: Das reguläre Vertragsende abzuwarten, ist – falls möglich – beim Thema Lebensversicherung im Vergleich meist die beste Wahl.

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