München (tö). Die Standmitteilungen von Lebensversicherungen, mit denen einmal jährlich die Kunden über die Entwicklung ihrer Police informiert werden, bieten immer noch häufig zu wenig Durchblick. Das hat die Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) kritisiert. Einigen Standmitteilungen mangele es trotz verschärfter gesetzlicher Vorgaben weiter „an der Übersichtlichkeit“, heißt es bei der VZHH. Auch machten manche Unternehmen weiter „keine Angaben zur beitragsfreien Versicherungssumme“. Diese werde reduziert, wenn der oder die Versicherte auf weitere Beträge verzichtet.
Standmitteilungen müssen transparent sein
Seit Sommer 2018 sind die Versicherer per Gesetz dazu angehalten, die Standmitteilungen transparenter zu gestalten. Verpflichtend sind zum Beispiel Angaben über die Leistung im Todesfall, über die garantierten Überschüsse, über den bei einer Kündigung zu zahlenden Rückkaufswert sowie die Summe, die nach unveränderter Fortführung des Vertrages bei dessen Ablauf sicher ausgezahlt wird. Wer einen neuen Vertrag abgeschlossen hat, ist über die eingezahlten Beiträge zu informieren. Altkunden müssen diese auf Anfrage erhalten.
Um sich einen Überblick über die in diesem Jahr verschickten Standmitteilungen zu verschaffen, ruft die Verbraucherzentrale Hamburg nun die Versicherten auf, ihre Standmitteilungen per Mail an die VZHH (versicherungen@vzhh.de) zu schicken. Sollten bei der Durchsicht der Schreiben Verstöße gegen die gesetzlichen Regelungen festgestellt werden, will die Verbraucherzentrale dagegen vorgehen.
