Ihre-Vorsorge Logo

Lebensversicherungen: Wenig Hoffnung auf höhere Überschussbeteiligung

Die Zinsen steigen – das verschafft den Versicherern mehr Luft. Für Kunden dürfte sich das nach Einschätzung von Experten aber vorerst kaum auszahlen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Sparen: Steigende Münzstapel mit Einmachglas voller Münzen. Bild: IMAGO / Panthermedia

© Nicht definiert

Köln (dpa). Die Entlastung der Lebensversicherer durch gestiegene Zinsen wird nach Einschätzung von Versicherungsmathematikern den Kunden kurzfristig nicht im großen Stil zu Gute kommen. „Eine marktweite und signifikante Erhöhung der Überschussbeteiligung durch das Abschmelzen der Zinszusatzreserve ist kurzfristig noch nicht erwartbar“, sagte Maximilian Happacher, neuer Vorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) am Donnerstag. Höhere Überschüsse für den Altersvorsorgeklassiker müssten wenn, dann aus anderen Quellen stammen.

„Kurzfristig keine große Entlastung“

In der jahrelangen Zinsflaute mussten Lebensversicherer einen milliardenschweren Kapitalpuffer – die sogenannte Zinszusatzreserve – bilden, um die hohen Versprechen der Vergangenheit abzusichern. Das Geld konnte nicht an die Kunden ausgeschüttet werden. Jetzt sinkt die Zinszusatzreserve. Nach rund 4 Milliarden Euro im vergangenen Jahr rechnen die Versicherungsmathematiker mit einem weiteren Abschmelzen um 4 bis 5 Milliarden Euro in diesem Jahr. Das „sanfte Absinken“ biete kurzfristig aber keine große Entlastung für höhere Überschüsse, sagte Happacher.

Die Überschussbeteiligung setzen Lebensversicherer je nach Wirtschaftslage und Erfolg ihrer Anlagestrategie jedes Jahr neu fest. Hinzu kommt der Höchstrechnungszins, auch Garantiezins genannt. Dieser liegt nach einer Entscheidung des Bundesfinanzministeriums seit Anfang 2022 für Neuverträge bei 0,25 Prozent. Altverträge werfen hier noch deutlich mehr ab. Beides bildet die laufende Verzinsung, die sich nur auf den Sparanteil nach Abzug von unter anderem Abschluss- und Vertriebskosten bezieht.

Aktuare sind Versicherungsmathematiker, die mit Methoden der Wahrscheinlichkeitstheorie und der Statistik finanzielle Unsicherheiten bei Versicherungen bewerten.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Der erste Arbeitsvertrag bringt das erste regelmäßige Einkommen. Schon früh einen kleinen Teil davon in die Altersvorsorge zu stecken, kann sich langfristig auszahlen.

Time
2 Minuten

2027 löst das neue Altersvorsorgedepot die Riester-Rente ab. Bestehende Riester-Verträge bleiben davon unberührt. Das können Sie tun.

Time
3 Minuten

Die Bundesregierung will mit der Frühstartrente Eltern bei der privaten Altersvorsorge für ihre Kinder unterstützen. Das sieht der Gesetzentwurf im Detail vor.

Time
5 Minuten

Der Wettbewerb um Sparer in Deutschland zieht an: Ausländische Geldhäuser, Digitalbanken und etablierte Häuser locken mit hohen Zinsen. Sparer profitieren – wenn sie das Kleingedruckte beachten.

Time
3 Minuten

Bei ETFs stecken die Tücken im Detail, warnt die Verbraucherzentrale NRW. Und bietet deshalb Aufklärung rund um die Riester-Reform und das neue Altersvorsorgedepot an.

Time
3 Minuten

Eine neue Untersuchung zeigt: Langfristig in den gesamten Markt zu investieren ist besser, als mit Einzelaktien zu spekulieren.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026