Wiesbaden (OTS). Von der Babyausstattung bis zur Betreuung: Mit der Geburt eines Kindes kommen viele neue Ausgaben auf Eltern zu. Themen wie die eigene Altersvorsorge stehen dann oft nicht an erster Stelle. „Wer eine Familie gründet, hat zunächst viele andere Dinge im Kopf als den Ruhestand“, sagt Christian Kaiser, Produktmanager bei der R+V. „Dennoch lohnt es sich, gerade in dieser Lebensphase einen Blick auf die bestehende Vorsorge zu werfen.“
Mit einem Kind verändern sich vielfach auch Erwerbsbiografien und Einkommen. Ein Elternteil arbeitet vielleicht vorübergehend weniger oder pausiert eine Weile lang. Die Vorsorge sollte zur aktuellen Lebenssituation passen, stellen die Experten der R+V fest. Und verweisen auf die mögliche staatliche Förderung sowie darauf, dass auch kleinere Summen dazu beitragen können, langfristig Vermögen aufzubauen.
Neue Alternative für die Altersvorsorge
Dabei gibt es mit der Reform der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge ab 2027 neue Möglichkeiten. Dazu gehört das Altersvorsorgedepot, bei dem der Staat die eigenen Einzahlungen mit Zulagen aufstockt. Die Grundzulage liegt bei bis zu 540 Euro jährlich. Für Familien ist auch die Kinderzulage interessant: Pro Kind sind bis zu 300 Euro im Jahr möglich, wenn die Förderbedingungen erfüllt sind.
Ein Beispiel: Zahlt ein Elternteil im Monat 100 Euro ein, also 1.200 Euro im Jahr, gibt es 390 Euro Grundzulage vom Staat. Bei einem Kind können noch bis zu 300 Euro Kinderzulage hinzukommen. Damit fließen in diesem Beispiel 1.890 Euro in die Altersvorsorge – bei einem Eigenbeitrag von 1.200 Euro.
Der jährliche Mindestbeitrag liegt bei nur 120 Euro. Außerdem können Mütter und Väter auch während der dreijährigen Kindererziehungszeit förderberechtigt sein. Dazu müssen die Kindererziehungszeiten beim zuständigen Rentenversicherungsträger berücksichtigt werden. So kann die staatliche Unterstützung gerade in einer Phase helfen, in der das verfügbare Einkommen zeitweise geringer ausfällt.
Langfristig planen
Mit der Geburt eines Kindes rückt zwar die Zukunft des Nachwuchses in den Mittelpunkt. Doch auch die finanzielle Zukunft der Eltern bleibt wichtig. „Familien müssen ihre Vorsorge nicht nach einem starren Plan gestalten“, sagt R+V-Experte Christian Kaiser. „Wichtig ist, sie immer wieder an Einkommen, Ausgaben und die jeweilige Lebensphase anzupassen – und die staatliche Förderung dabei mitzunehmen.“
