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7 Tipps für die nächste Gehaltsverhandlung

„Aber die Inflation ...“ – von diesem Argument wird bei Gehaltsverhandlungen abgeraten. Doch was gilt bei dieser außergewöhnlichen Inflationsrate?

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Frau und Mann in Businesskleidung schütteln sich die Hände im Büro. Bild: IMAGO / Panthermedia / auremar

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Berlin (dpa/tmn). Die Inflation in Deutschland kratzt an der Acht-Prozent-Marke – der höchste Stand seit fast 50 Jahren. Da liegt für Beschäftigte der Gedanke, beim Arbeitgeber aus diesem Grund mehr Gehalt zu verlangen. Kann das klappen?

„Normalerweise sollte der Wunsch nach einer Gehaltserhöhung mit der eigenen Leistung begründet und dem Beitrag zum Erfolg des Unternehmens untermauert werden“, sagt Annina Hering, Arbeitsmarktexpertin beim Jobportal Indeed. „Aktuell durchleben wir allerdings außergewöhnlichen Zeiten und die erfordern auch manchmal außergewöhnliche Maßnahmen.“

Inflation kann verstärkendes Argument sein

Bei einer Inflationsrate von fast acht Prozent könnten die steigenden Lebenshaltungskosten durchaus als verstärkendes Argument für eine Gehaltserhöhung herangezogen werden. Angesichts des Fachkräftemangels seien „Arbeitgebende aktuell eher bereit, ihren Angestellten entgegenzukommen, um ihre Mitarbeitenden zu halten“, so Hering.

Nichtsdestotrotz gilt: Wer mehr Gehalt möchte, muss seine Forderungen gut begründen und diplomatisch vortragen. „Kein Chef und keine Chefin lässt sich gerne über die Maße unter Druck setzen“, so Hering. Das Gehaltsgespräch gut vorzubereiten und nicht mit überzogenen Forderungen aufzutreten, ist daher immer noch unverzichtbar.

Die Arbeitsmarktexpertin gibt Tipps, wie das Gehaltsgespräch erfolgreich wird.

Tipp 1 – Konkret werden


Ob Miete, Lebensmittel, Konsumgüter oder Energiekosten: Hering rät beim Thema Inflation, konkret zu werden. Etwa, indem man gegenüber dem Arbeitgeber darstellt, wie sich der Wocheneinkauf verteuert hat oder die Abschläge für Heizkosten oder Strom erhöht haben. Auch wenn höhere Ausgaben nicht jeden gleich schmerzen: „Alle müssen momentan an der Kasse deutlich mehr bezahlen und spüren die Inflation quasi täglich. Ihr Gegenüber weiß, wovon Sie sprechen.“

Tipp 2 – Auf Gegenargumente vorbereiten


Es ist davon auszugehen, dass der Arbeitgeber auf die Gehaltsforderung mit Gegenargumenten reagiert. Dann heißt es, Argumente in der Hinterhand zu haben. Hering rät, eine Liste mit Punkten zu erstellen, die zum Beispiel abbilden, wann man während der Pandemie den speziellen Bedürfnissen des Arbeitgebers entgegengekommen ist. Nach zwei Jahren Pandemie seien Beschäftigte „sehr wahrscheinlich“ im Haben.

Tipp 3 – Stärken herausstellen


Erfolgreiche Arbeit sei noch immer eines der wichtigsten Argumente für Führungskräfte. Wer seine fachlichen und charakterlichen Stärken kennt, sollte die auch anführen. Freunde oder Kolleginnen können helfen, herauszufinden, worin man wirklich gut ist.

Tipp 4 – Unrealistische Forderungen vermeiden


Es ist ratsam, mit der eigenen Forderung zu signalisieren, dass man die Situation des Arbeitgebers im Blick hat. Das erhöht die Chancen auf Erfolg. Hering rät zur Recherche: Welche Gehaltsgruppe ist für welche Position im Unternehmen wirklich angemessen?

Tipp 5 – Den richtigen Ton treffen


Rhetorische Tricks können in der Gehaltsverhandlung helfen, ans Ziel zu kommen. Manchmal fängt es beim Wording an: Statt von einer Gehaltserhöhung zu sprechen, rät Hering, einen Inflationsausgleich oder eine Gehaltsanpassung zu besprechen.

Tipp 6 – Einmalzahlung verhandeln


Scheut die Geschäftsführung dauerhafte Mehrausgaben, kommt womöglich eine einmalige Ausgleichszahlung infrage. Hering empfiehlt, keine feste Summe anzugeben, sondern eine Spanne, innerhalb der verhandelt werden soll.

Tipp 7 – Das Gehaltsgespräch trainieren


Um sich optimal vorzubereiten, lohnt es sich nicht zuletzt, die Verhandlungssituation zu Hause mit einem Gesprächspartner zu trainieren. So gehen Beschäftigte entspannter in die Verhandlung.

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