Berlin (bd). Wer einen klimafreundlichen Neubau plant, kann dafür vorerst keinen zinsverbilligten Kredit aus dem Förderprogramm KFN der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) betragen. Das Bundesbauministerium hat das vorläufige Aus der Förderung bekannt gegebenen. Der Grund: Die Mittel seien für 2023 ausgeschöpft.
Bis zum 13. Dezember 2023 wurden laut Ministerium über 18.000 Förderzusagen erteilt und damit rund 46.000 klimafreundliche Wohneinheiten gefördert. Bundesbauministerin Geywitz zeigte sich von der hohen Nachfrage überrascht. „Bereits nach drei Monaten war der Fördertopf für den klimafreundlichen Neubau fast leer, so dass wir ihn auf knapp zwei Milliarden Euro erhöhen mussten. Von März bis Dezember dieses Jahres haben wir mit dem KFN-Programm rund 46.000 Wohnungen gefördert und Investitionen von rund 17 Milliarden Euro angestoßen“, so Geywitz. Neue Anträge können gestellt werden, „sobald der Bundeshaushalt 2024 in Kraft tritt". Der Haushalt wird voraussichtlich im Laufe des Januars verabschiedet.
Der Bauherren-Schutzbund (BSB) bezeichnete die kurzfristige Entscheidung als „Hiobsbotschaft für diejenigen, die bereits mit der Förderung kalkuliert hatten“. Die Tatsache, dass das Förderprogramm erst im Jahr 2024 fortgesetzt wird, wenn der neue Bundeshaushalt in Kraft tritt, lasse ein Förderloch von mindestens zwei Monaten entstehen, sagt Geschäftsführer Florian Becker. „In dieser Zeit könnten laufende Angebote auslaufen, und Bauherren stehen vor der Herausforderung, ihre Planungen ohne die erwartete Förderung fortzusetzen.“
