Ihre-Vorsorge Logo

Deutsche Bank: Ende des Immobilienbooms in Sicht

Ständig steigende Preise für Häuser und Wohnungen – wann ist Schluss damit? Wohl schon bald, meinen Analysten der Deutschen Bank.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Rote Kurve für steigende Immobilienpreise, dahinter Stapeln mit Münzen und weißen Hausmodellen darauf.

© Nicht definiert

Frankfurt/Main (dpa). Der seit rund zehn Jahren andauernde Immobilienboom in Deutschland setzt sich nach Einschätzung der Deutschen Bank noch etwas fort. Auch dieses Jahr dürfte der Zyklus dank der Niedrigzinsen, eines Mangels an Wohnraum und Unterbewertungen in manchen Regionen intakt bleiben, schreiben Analysten des Geldhauses in einem am Montag veröffentlichten Papier. Jedoch legten Berechnungen nahe, dass der bundesweite Preisaufschwung in diesem Jahrzehnt zu Ende gehe, wahrscheinlich im Jahr 2024.

Kommt die Verkaufswelle?

So lasse die fundamentale Immobilienknappheit in den kommenden Jahren nach, heißt es in der Studie. Dazu trage auch die geringere Zuwanderung in der Corona-Pandemie bei. Verbleibende Unterbewertungen am Markt würden bei anhaltendem Preisauftrieb verschwinden. „Damit steigt das Risiko, dass Zinserhöhungen eine Verkaufswelle auslösen“, warnten die Experten in Frankfurt. Aber auch ohne Zinsschock würden Wohnimmobilien in Deutschland zumindest im Vergleich zu anderen Wohnimmobilienmärkten an Attraktivität verlieren.

Große Preisnachlässe erwarten die Analysten aber nicht. Ende der Zyklus tatsächlich 2024, seien wegen historischer Vergleichsdaten für kurze Zeit sinkende Hauspreise zu erwarten. „Kumuliert könnte über drei Jahre ein Minus von fünf Prozent zu Buche schlagen“. Ökonomen sprechen auch am Immobilienmarkt von Zyklen, der dem Auf und Ab der Konjunktur in der Regel nachläuft.

Besonders lang laufende Immobilienzyklen erwarten die Deutsche-Bank-Experten für Berlin und Leipzig. Die Hauptstadt sehen sie weiter auf dem Weg zu einer globalen Metropole, während sie für Leipzig wegen des Dorf- und Kreissterbens in der Region mit einem besonders kräftigen Zuzug rechnen. In Bremen und Hamburg könne der Immobilienzyklus dagegen vor 2024 enden, da dort die Angebotsknappheit bei Wohnraum früher schwinde.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

Der Iran-Krieg hat Tanken und Heizen erheblich verteuert. Mit der vom Staat verordneten Entlastung an Deutschlands Tankstellen ist es vorerst vorbei. Die Inflationsrate könnte noch weiter steigen.

Time
3 Minuten

Miete, Lebenshaltungskosten, Studienmaterial – ein Studium kostet Geld. Der Bankenverband gibt Empfehlungen, wie Studierende ihre Finanzen im Blick behalten.

Time
2 Minuten

Die Spritze oder die Pille zum Abnehmen kosten oft mehrere Hundert Euro im Monat. Unter bestimmten Bedingungen können die Ausgaben die Steuerlast senken.

Time
5 Minuten

Mehrere Tausend Euro für ein neues E-Bike? Das ist vielen zu teuer. Der Blick fällt deshalb immer öfter auf professionell aufbereitete Gebrauchträder. Worauf sollten Käuferinnen und Käufer da achten?

Time
4 Minuten

Die Finanzlage Deutschlands sorgt für hitzige Debatten, wenn in dieser Woche die Etats der einzelnen Ressorts im Bundestag vorgestellt werden: Die Ausgaben sollen um rund sechs Prozent steigen, wobei die Leistungen an die Rentenversicherung der größte Einzelposten sind.

Time
4 Minuten

Wer von der privaten in die gesetzliche Krankenkasse wechselt, muss die Wechselregeln genau einhalten – sonst droht eine doppelte Beitragspflicht. Das kann auch beim umgekehrten Wechsel gelten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026