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Gehaltslücke zwischen Mann und Frau

Vor dem „Equal Pay Day“ legt das Statistische Bundesamt heute die aktuellen Gehaltszahlen für 2018 vor. Hat sich am „Gender Pay Gap“ etwas geändert?

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Getrenntes Paar sitzt auf Stühlen voneinander abgewendet, Schattenriss. Bild: IMAGO / Shotshop / Monkey Business 2

© Nicht definiert

Wiesbaden (dpa). Frauen verdienen in Deutschland im Schnitt nach wie vor gut ein Fünftel weniger als Männer. Sie erhielten im vergangenen Jahr im Mittel 17,09 Euro brutto je Stunde und damit 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (21,60 Euro). Das teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag mit. Damit war die Gehaltslücke zwischen den Geschlechtern genauso groß wie 2017.

Verdienstunterschied geht zu großen Teilen auf Strukturunterschiede zurück

Die Wiesbadener Behörde wies aber darauf hin, dass rund drei Viertel des Verdienstunterschiedes auf strukturelle Gründe zurückgehe: So ergreifen Frauen oft Berufe, in denen relativ niedrigere Gehälter gezahlt werden. Zudem arbeiten sie seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit – etwa, um sich um Kindererziehung und die Pflege von Angehörigen zu kümmern.

Bei vergleichbarer Qualifikation und Tätigkeit ist der Abstand beim Gehalt kleiner: Dann bekommen Frauen pro Stunde sechs Prozent weniger Lohn als Männer, wie die jüngsten verfügbaren Zahlen der Statistiker für 2014 zeigen. Diese Zahl wird nur alle vier Jahre genauer erhoben.

Große regionale Unterschiede

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung sieht in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie große regionale Unterschiede. So klafften die Bezüge von Frauen und Männern besonders im reichen Baden-Württemberg und Bayern auseinander. Der Osten stehe deutlich besser da, heißt es in der Umfrage unter 309.000 Menschen auf dem Böckler-Portal Lohnspiegel.de.

Ein Grund sei die Branchenstruktur in den Ländern. Männer ergriffen oft gut bezahlte technische Berufe in der Industrie – davon gebe es besonders viele in der Autobranche von Baden-Württemberg und Bayern.

Weitere Informationen

www.destatis.de
Destatis zu Verdienstunterschieden 2018

www.boeckler.de
Presse Böckler-Stiftung

www.lohnspiegel.de
Portal Lohnspiegel.de

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