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Inflation frisst Sparvermögen – was tun?

Pro Kopf 1400 Euro – so viel verliert das Sparvermögen der Deutschen derzeit an Wert. Wer nicht draufzahlen will, kann aber gegensteuern.

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Sparbuch mit Geldscheinen und Münzen. Bild: IMAGO / Rüdiger Wölk

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München (tö). Millionen Sparerinnen und Sparer machen derzeit mit ihrem Ersparten kein gutes Geschäft. Sie bunkern Geld auf dem Girokonto, unverzinsten Sparbüchern oder zu Hause und müssen zusehen, wie ihr Geld auf Grund der gestiegenen Inflation weniger wert wird.

So dürfte nach Berechnungen der DZ Bank das Geldvermögen von Deutschlands privaten Haushalten aus Bankeinlagen, verzinslichen Wertpapieren wie Anleihen sowie Versicherungen in Höhe von rund 5,1 Billionen Euro in diesem Jahr mehr als 116 Milliarden Euro an Wert verlieren. Das sind durchschnittlich etwa 1400 Euro pro Kopf. Demnach ergibt sich aus den kaum vorhandenen Zinsen in Deutschland bei gleichzeitig höherer Teuerung in diesem Jahr voraussichtlich ein negativer Realzins von 2,3 Prozent.

Laut DZ Bank befinden sich vom gesamten Geldvermögen der privaten Haushalte 28 Prozent in Sichteinlagen wie Girokonten oder als Bargeld im Portemonnaie. Umfragen zeigen, dass vielen Bankkunden aber nicht bewusst ist, dass bei einer Teuerungsrate von derzeit 4,5 Prozent ihr Geld an Kaufkraft verliert. Anlageexperten und Verbraucherzentralen raten aber, sich nicht mit Null- und Negativzinsen zufrieden zu geben und nach Anlagealternativen zu suchen.

Langfristig an der Börse investieren

Anleger, die langfristig orientiert sind und ihr Geld nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigen, können in auf Aktien basierte Investmentfonds und ETFs investieren. Wer so spart, geht höhere Risiken ein, hat aber bessere Chancen, mit einer höheren Rendite die Inflation zu schlagen.

Negativzinsen beim Tagesgeld umschiffen

Wer seine finanzielle Notreserve auf einem Tagesgeldkonto geparkt hat, sollte zumindest versuchen, Negativzinsen zu vermeiden. Im Durchschnitt liegt hier die Verzinsung nach Angaben des Verbraucherportals biallo.de bei derzeit 0,04 Prozent (Stand: 3.11.2021). Einige ausländische Anbieter aus Österreich und Italien mit einer Einlagensicherung bis zu einem Guthaben von 100.000 Euro zahlen aber noch 0,10 bis 0,25 Prozent Zinsen.

Festgeld gestaffelt anlegen

Zumindest etwas mehr ist mit Festgeld drin. Wer 5000 Euro für 12 Monate anlegt, kommt zum Beispiel beim besten Anbieter mit deutscher Einlagensicherung auf 0,3 Prozent Zinsen. Mit einer Festgeld-Anlage von 24 Monaten sind es 0,4, bei 36 Monaten 0,5 Prozent. Ausländische Anbieter bieten bis zu 2,0 Prozent, allerdings mit einem deutlich geringeren Einlagenschutz wie in Deutschland.

Geldexperten empfehlen, Festgeld gestaffelt zu verschiedenen Laufzeiten anzulegen, um bei einem Zinsanstieg das Ersparte schrittweise zu dann wieder besseren Konditionen anlegen zu können.


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